MENINGITIS / HIRNHAUTENTZÜNDUNG | |||
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Ursachen / Ausbreitung Die Meningitis ist eine Entzündung der schützenden Häute, die Gehirn und Rückenmark umgeben. Überwiegend wird sie ausgelöst durch Infektion mit Bakterien seltener durch Viren, Pilze, Parasiten oder durch andere Ursachen wie etwa intensive Sonneneinwirkung. An bakterieller Meningitis erkranken in Mitteleuropa jährlich 5-10 Personen pro 100 000 Einwohner. Häufigste Erreger sind Meningokokken und Pneumokokken, bei jüngeren Kindern auch Hämophilus influenzae. Meist treten Meningitiden sporadisch auf, oft im Anschluss an eine Infektion der Atemwege oder des Ohrs. Darüberhinaus gibt es auch vereinzelt Kleinepidemien der Meningokokken-Meningitis, die durch Tröpfcheninfektion weiterverbreitet wird und 2-3 Tage nach Infektion zum Ausbruch kommt. Unter den viralen Meningitiden ist in unseren Breiten die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) häufig (Näheres siehe dort). Außerdem können bei viralen Allgemeinerkrankungen wie Mumps oder Masern die Hirnhäute mitbefallen werden. Symptome Akute eitrige Meningitis (bakterielle Meningitis) Innerhalb von Stunden oder Tagen entwickelt sich die typische, meningitische Symptomatik mit starken Kopfschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit (Meningismus). Den Kranken ist es unmöglich den Kopf auf die Brust zu beugen. Zum Teil liegen sie in Seitenlage mit überstrecktem Kopf und Rumpf im Bett. Gewöhnlich besteht eine Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Allgemeinsymptome sind Schwäche, Erbrechen und Bewusstseinseintrübung. Manchmal kommt es auch zu Krampfanfällen. Punktförmige Hautblutungen weisen auf Meningokokken als Erreger hin. Unbehandelt führt die akute eitrige Meningitis häufig zum Tod. Aber auch mit Antibiotikabehandlung versterben 10-20 % der Patienten. Nach überstandener Meningitis können noch einige Zeit allgemeine Beschwerden wie Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit und Schwindel bestehen. Bleibende Defekte wie Taubheit oder Lähmungen sind selten. Virale Meningitis Es bestehen die gleichen Symptome wie bei der eitrigen Meningitis, meist allerdings schwächer ausgeprägt. Das Bewusstsein ist oft nicht getrübt. Da die Entzündung häufig auf das Gehirn übergreift (Meningo-Enzephalitis), können Krampfanfälle, Lähmungen und andere neurologischen Störungen vorkommen. Das schwere Krankheitsstadium dauert nur einige Tage, dann klingen die Beschwerden rasch ab. Virale Meningitiden verlaufen in der Regel gutartig, bleibende Defekte oder tödlicher Ausgang sind selten. Meningitiden durch Pilze oder Parasiten Treten häufig als Komplikation bei abwehrgeschwächten Patienten z.B. bei Krebs oder AIDS auf. Meist geht der Befall der Hirnhäute von einer Infektion der Atemwege aus. Der Verlauf kann akut (meningitische Symptome wie beschrieben) oder chronisch sein. Jede Meningitis ist eine schwere, zum Teil lebensbedrohliche Erkrankung. Deshalb: bestehen Anzeichen für eine Meningitis, ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig; je früher die Behandlung einsetzt desto besser. Diagnostik Wichtigste Maßnahme ist die Entnahme von Nervenwasser (Liquor). Der Liquor ist zwischen den Hirnhäuten eingebettet, um Gehirn und Rückenmark gegen Stoß oder Druck zu schützen. Erkranken die Hirnhäute, verändert sich die Zusammensetzung des Liquors und es treten Erreger in die Flüssigkeit über. Deshalb liefert eine Liquoruntersuchung wichtige Aufschlüsse über die Erkrankungsursache. Meist wird der Liquor mittels der sog. Lumbalpunktion, einem Einstich in den Rückenmarkskanal im Lendenwirbelbereich, gewonnen. Therapie Gegen eine Meningitis, die durch Bakterien, Pilze oder Parasiten hervorgerufen wird, stehen wirksame Antibiotika zur Verfügung. Bei viraler Meningitis kann nur symptomatisch behandelt werden. Prophylaxe (Verhütung)
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