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KALINOR® 1,56g Kalium/2,5g Citrat Brausetabletten

KALINOR® 1,56g Kalium/2,5g Citrat BrausetablettenKALINOR® 1,56g Kalium/2,5g Citrat Brausetabletten

Packungen

 
KALINOR® 1,56g K/2,5g Citrat 30 Brausetbl. N1
KALINOR® 1,56g K/2,5g Citrat 15 Brausetbl.
KALINOR® 1,56g K/2,5g Citrat 90 Brausetbl.
KALINOR® 1,56g K/2,5g Citrat(10x15) Brausetbl.
 

Wirkstoffe

 
Kaliumcitrat-1-Wasser
Kaliumhydrogencarbonat
 

Sonstige Bestandteile

 
Citronensäure
Glucose-Sirup
Macrogol 6000
Saccharin
Saccharose
Zitronen-Aroma
Anwendung

Kalinor® Brausetabletten werden angewendet bei Erwachsenen. Zur Kaliumsubstitution bei
- ausgeprägter Hypokaliämie (< 3,2 mmol/l), insbesondere bei gleichzeitig bestehender metabolischer Azidose.
- hypokaliämischen neuromuskulären Störungen oder Herzrhythmusstörungen.
- Hypokaliämie bei gleichzeitiger Digitalistherapie.
Zur Prophylaxe einer Hypokaliämie bei Ketoazidose.
Zur Nierensteinmetaphylaxe bei
- Calciumsteinen (z.B. bei renaler tubulärer Azidose)
- Hypocitraturie (< 320 mg/d) verschiedener Genese
- Harnsäuresteinen.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Kaliumcitrat, Kaliumhydrogencarbonat, Citronensäure oder einen der sonstigen Bestandteile.
Kalinor® Brausetabletten dürfen nicht angewendet werden bei Krankheiten, die häufig mit einer Hyperkaliämie verbunden sind:
- Dehydratation
- eingeschränkte exkretorische Nierenfunktion
- Morbus Addison
- Adynamia episodica hereditaria.

Nebenwirkungen

Bei der Darstellung der Nebenwirkungen wurden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 10 %)
Häufig (≥ 1 % - < 10 %)
Gelegentlich (≥ 0,1 % - < 1 %)
Selten (≥ 0,01 % - < 0,1 %)
Sehr selten (< 0,01 % oder unbekannt)

Herzerkrankungen
Sehr selten:
Überhöhte Zufuhrraten von Kalium können zu Herzrhythmusstörungen führen
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Gelegentlich:
Sodbrennen, Leibschmerzen, Durchfall, Aufstoßen, Übelkeit/Erbrechen, Blähungen
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Selten:
Hyperkaliämie
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten:
Allergische Reaktionen, wie z.B.: Ekzem, Juckreiz, Hautausschlag, Gesichtsschwellung. In diesem Fall ist das Präparat abzusetzen.

Wechselwirkungen

Eine Erhöhung der extrazellulären Kaliumkonzentration vermindert die Wirkung von Herzglykosiden, eine Erniedrigung verstärkt die arrhythmogene Wirkung von Herzglykosiden. Aldosteronantagonisten, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, nicht-steroidale Antiphlogistika und periphere Analgetika vermindern die renale Kaliumausscheidung.

Schwangerschaft

Da sowohl hohe als auch niedrige Kalium-Serumspiegel die maternale und fetale Herzfunktion beeinträchtigen, sind die maternalen Serumspiegel genau zu überwachen. Solange der maternale Serumspiegel im physiologischen Bereich gehalten wird, sind keine schädlichen Auswirkungen für den Embryo bzw. Fetus bzw. das gestillte Kind zu erwarten. Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sind nicht bekannt.

Dosierung

Dosierung:
a) zur Kaliumsubstitution:
Die Dosierung richtet sich nach dem zu ersetzenden Defizit, wobei im Allgemeinen 40 bis 80 mmol Kalium pro Tag ausreichen. Es sollten nicht mehr als 160 mmol pro Tag gegeben werden. Die Einzeldosis sollte nicht mehr als 40 mmol Kalium - entsprechend 1 Kalinor®-Brausetablette betragen.
b) Zur Nierensteinmetaphylaxe:
Die Dosierung sollte vom behandelnden Arzt so gewählt werden, dass die Citratausscheidung größer als 320 mg täglich ist und ein Urin-pH von 6,2-6,8 erreicht wird. Diese Werte sind mit der Gabe von 1-2 Brausetabletten erreichbar.
Die Einzeldosis sollte nicht mehr als eine Kalinor®-Brausetablette, entsprechend 40 mmol Kalium, betragen.
Die Tagesdosis sollte 4 Brausetabletten, entsprechend 160 mmol Kalium/Tag, nicht überschreiten. Eine Tagesdosis von 2 oder mehr Brausetabletten ist über den Tag verteilt einzunehmen. Soweit die Ursache eines Kaliumdefizits nicht zu beheben ist, ist eine fortlaufende Substitution empfehlenswert. In anderen Fällen von Kaliummangel reichen oft Tage bis Wochen für den Ausgleich des Kaliumdefizits aus.
Für Kalinor® Brausetabletten gibt es keine Indikation für die Anwendung bei Kindern.
Art der Anwendung:
Zum Einnehmen (nach Auflösen).
1 Kalinor® Brausetablette in einem Glas Wasser (200 ml) auflösen und nach Bedarf mit Zucker oder Fruchtsaft nachsüßen. Über 10-15 Minuten schluckweise trinken. Die Einnahme zu den Mahlzeiten verbessert die gastrointestinale Verträglichkeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Kalinor® Brausetabletten dürfen nicht angewendet werden bei: hereditärer Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel.
Der häufige und dauernde Gebrauch von Kalinor® Brausetabletten können schädlich für die Zähne sein (Karies).
1 Brausetablette enthält 1,42 g Sucrose (Saccharose) und Glucose, entsprechend ca. 0,12 Broteinheiten (BE). Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.
Vor der Anwendung sind Elektrolyt- und Säure-Basen-Status, der Herzrhythmus und besonders bei älteren Patienten die Nierenfunktion zu kontrollieren. Diese Parameter sind während der Therapie zunächst in kürzeren, später in längeren Intervallen zu überwachen.
Kalinor® Brausetabletten sollten nur mit Vorsicht angewendet werden bei Sichelzellanämie sowie bei gleichzeitiger Therapie mit kaliumsparenden Diuretika, Aldosteronantagonisten, ACE-Hemmern, Anticholinergika oder potentiell nephrotoxischen Medikamenten (nicht-steroidalen Antiphlogistika u.a.). Durch Interaktion mit diesen Arzneimitteln, durch plötzlich auftretende Azidose, akute Einschränkung der Nierenfunktion oder andere Zustände kann es zu einer Hyperkaliämie kommen.
Kaliumsalze können in höheren lokalen Konzentrationen Reizungen und Schädigungen des Gewebes hervorrufen. Hohe lokale Wirkstoffkonzentrationen im Magen bzw. Dünndarm werden jedoch durch den Einnahmemodus (schluckweises Trinken einer wässrigen Lösung) vermieden.

Zusammensetzung

2.1 Allgemeine Beschreibung
Die trinkfertige Lösung enthält: 40,0 mmol Kalium-Ionen, entsprechend 1,56 g Kalium und mindestens 13,3 mmol Citrat-Ionen, entsprechend 2,5 g Citrat.
2.1 Qualitative und quantitative Zusammensetzung
Wirkstoff: Kaliumcitrat. Der Wirkstoff liegt in der Brausetablette als Kaliumcitrat,
Kaliumhydrogencarbonat und Citronensäure nach Umsetzung vor.
2,17 g Kaliumcitrat (Ph.Eur.)
2,00 g Kaliumhydrogencarbonat
2,057 g Citronensäure.
Sonstige Bestandteile: 1,42 g Glucose-Sirup und Sucrose.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


Glucose-Sirup, Macrogol 6000, Saccharin, Sucrose, Zitronen-Aroma.



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