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Ursachen / Ausbreitung Malaria entsteht durch kleine einzellige Lebewesen, die sogenannten Plasmodien. Je nach Art des Plasmodiums verläuft die Erkrankung unterschiedlich. Die Plasmodien brauchen für ihre Entwicklung eine bestimmte Mückenart (weibliche Anopheles Mücken) und den Menschen. Durch einen Stich einer infizierten Anophelesmücke gelangen die Plasmodien beim Menschen über das Blut in die Leber, wo sie sich weiter entwickeln können. Die endgültige Entwicklung erfahren die Plasmodien in den Erythrozyten (roten Blutkörperchen) des Menschen. Bei erneutem Blutsaugen werden sie von der Anophelesmücke aufgenommen und diese können später wieder weitere Menschen infizieren. Die Malaria ist in den Tropen und den Subtropen weit verbreitet. Malariafrei sind nur höher liegende Gebiete und trockenen Gegenden. Tropeninstitute geben Auskunft über die Ausbreitung der Anophelesmücke und der Plasmodienarten. Symptome - Malaria tropica:
Sie ist die gefährlichste Form der Malaria, die tödlich enden kann. Die Erkrankung beginnt etwa 1-2 Wochen nach dem infizierendem Mückenstich mit hohem Fieber (40°C). Dazu stellen sich bald Kopf- und Muskelschmerzen, Durchfälle und Erbrechen ein. Nachdem das Fieber zunächst gesunken ist, kommt es in unregelmäßigen Abständen immer wieder zu neuen Fieberschüben, begleitet von Schüttelfrost. Da die Plasmodien die roten Blutkörperchen zerstören, entwickelt sich bald eine schwere Anämie (Blutarmut). Durch Schädigung des Herzmuskels, des Gehirns oder durch Versagen des Kreislaufes durch Schock kann diese Malariaform zum Tode führen. Übersteht man die Erkrankung, kann Malaria tropica nach 1 Jahr als geheilt gelten.
- Malaria tertiana:
Sie ist in der Regel nicht lebensbedrohlich. Die Erkrankung beginnt ca. 2-3 Wochen nach der Ansteckung mit hohem Fieber und Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen. Die Fieberschübe, die bis zu 40°C ansteigen können und die von Schüttelfrost begleitet sind, treten meist in regelmäßigen Abständen von 3 Tagen (daher der Name "tertiana") auf. Auch bei dieser Art der Malaria werden die roten Blutkörperchen zerstört, so dass sich auch hier eine Anämie entwickelt, auch wenn sie nicht so schwer ist, wie bei der Malaria tropica. Eine Serie von diesen Malariaanfällen kann sich noch über Monate wiederholen.
- Malaria quartana:
Sie ist die leichteste Form der Malaria. Wie der Name "quartana" sagt, wiederholen sich die Fieberschübe jeden 4. Tag. Die Symptome sind ähnlich wie bei der Malaria tertiana, sind aber wesentlich schwächer. Dafür dauert die Malaria quartana länger.
Je nach Art des Erregers stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Neben der direkten Bekämpfung der Erreger müssen das Fieber und die Auswirkungen auf das Herz, den Kreislauf und das Blut behandelt werden. Je früher eine gezielte Behandlung beginnen kann, um so besser ist die Prognose für die Heilung! Da die Symptome von Anfang an nicht charakteristisch sind, kann die Krankheit, bevor sich die regelmäßigen Fieberschübe ausbilden, oft verkannt werden. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt über Ihren Tropenaufenthalt, wenn Sie nach Ihrer Rückkehr an einer fieberhafte Erkrankung erkranken. Berichten Sie ihm auch davon, wen Ihr Aufenthalt nur von kurzer Dauer war, wie z.B. ein Zwischenstop auf einem Flughafen. Prophylaxe (Verhütung) Die Malariaverhütung zielt in 3 Richtungen: - Vernichtung der Anophelesmücken
Mittels verschiedene Insektizide versucht man die Anophelesmücken auszurotten. Leider entwickelten die Mücken häufig Resistenz gegen die Mittel und so verbreiteten sie sich nach anfänglichen Erfolgen erneut. Durch austrocknen der Feuchtgebiete wird der Anophelesmücke ihr Lebensraum entzogen, allerdings ist dies nicht zu erreichen.
- Vermeidung der Mückenstiche
Die Mücken schwärmen meist bei Dunkelheit aus. Am Abend sollte man deshalb eine lange Hose und ein langärmliges Oberteil tragen. Unbedeckte Körperstellen sollten mit Repellentien (mückenabweisende Mittel) eingerieben werden. Nachts kann man sich vor den Mücken, schützen in dem man unter einem Moskitonetz schläft.
- Vernichtung der Plasmodien
Durch diese Maßnahme wird nicht die Infizierung verhindert, sondern die in den Körper eingedrungenen Plasmodien werden vernichtet und dadurch wird der Ausbruch der Erkrankung verhütet. Voraussetzung ist, dass man im Körper genügend große Menge eines geeignetes Medikamentes hat! In verschiedenen Gebieten entwickelten die Malariaerreger Resistenzen gegenüber bestimmten Medikamenten. Sie sind auf diese unempfindlich. Daher muß man, je nach Reiseziel, zur Malariaprophylaxe unterschiedliche Medikamente verwenden. Die Medikamente müssen schon einige Zeit vor Ihrer Ankunft im Malariagebiet und noch einige Zeit nach Ihrer Rückkehr aus dem Malariagebiet eingenommen werden! Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig vor Ihrer Abreise über geeignete Medikamente für Ihr Reiseziel und über die Dosierung, sowie die Einnahmedauer. Befolgen Sie unbedingt die Empfehlungen! Bei vorzeitigem Abbruch der Prophylaxe oder bei ungeeigneten Medikamenten gehen Sie das Risiko ein, an Malaria zu erkranken!
Autoren: Christiane von der Eltz, Apothekerin Dr. Regina Schick, Ärztin
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