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Nahrung fürs Gehirn - Macht Magnesium schlauer?

 

Es sieht ganz nach einer Sensation aus: Zunehmend diskutieren Wissenschaftler darüber, ob Magnesium im Gehirn die Denkfähigkeit verbessert. Konkrete Hinweise dafür liefert eine Reihe von Studien, die in den letzten Jahren erschienen sind.1,2

Nahrung fürs Gehirn

©pathdoc - Fotolia.com

Fest steht schon seit langem: Wenn es an Magnesium mangelt, dann hat neben zahlreichen anderen Organen auch das Gehirn ein Problem. Denn das Gehirn ist auf Magnesium angewiesen, der Mineralstoff ist beispielsweise an der Energieversorgung unseres Denkorgans beteiligt. Die neuen Studien legen nun nahe, dass Magnesium die Hirnfunktion nicht nur gewährleistet, sondern das Denkvermögen sogar steigert – also letztlich schlauer macht.1

 

Bessere Ergebnisse bei Lerntests und Gedächtnisübungen

Viel hilft viel? Häufig ist dieser Denkansatz ein Irrtum, bei Magnesium und seiner Wirkung auf das Gehirn aber scheint er zu stimmen: Viel Magnesium tut dem Gehirn viel Gutes. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hirnforschers Slutsky und Kollegen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) im US-amerikanischen Cambridge. Die Wissenschaftler verabreichten Ratten verschiedener Altersstufen regelmäßig zusätzliches Magnesium. Schon nach zwölf Tagen schnitten die Tiere in Lerntests und Gedächtnisübungen deutlich besser ab als eine Kontrollgruppe von Ratten, die einen normalen Magnesiumspiegel im Körper hatte. Doch die Wirkung des Magnesiums zeigte sich nicht nur in den Tests und Übungen. Als die Forscher sich das Gehirn der Tiere anschauten, fanden sie auch mehr Verknüpfungen zwischen den Nervenbahnen sowie aktivierte Signalmoleküle, die beim Lernen und Erinnern helfen.1

 

Magnesium regt die Bildung neuer Synapsen an

Forscher erklären sich die beeindruckenden Wirkungen von Magnesium durch die Mechanismen, die der Mineralstoff im Gehirn in Gang setzt. So unterstützt Magnesium die Produktion von Botenstoffen und die Übertragung von Nervenimpulsen, es regt die Bildung neuer Synapsen an und unterstützt die Zellteilung.3,4,5,6 All das sind Prozesse, die für einen wachen Geist wichtig sind. Wie viel ungenutztes geistiges Potenzial mit Magnesium aktiviert werden könnte, zeigt ein Blick auf die Statistik: Mindestens jeder vierte Deutsche liegt mit seiner Magnesiumzufuhr unter den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.7

 

Magnesium schützt das Gehirn vor altersbedingten Abbauprozessen

Insbesondere ältere Menschen haben häufig zu wenig Magnesium im Körper8 – das ist besonders dramatisch, weil Magnesium nicht nur die Leistung des Gehirns verbessert, sondern unser Denkorgan auch schützt, etwa vor altersbedingten Abbauprozessen.9 So geht im fortgeschrittenen Alter eine niedrige Magnesiumkonzentration im Körper mit einer sinkenden Denkleistung einher. Dass auch hier mehr Magnesium hilft, zeigt eine Studie aus Japan, der zufolge eine höhere Aufnahme des Nährstoffs das Risiko an Demenz zu erkranken, deutlich senkt.10 Es wird inzwischen sogar diskutiert, ob Demenzerkrankungen wie Alzheimer durch eine regelmäßige Magnesium-Gabe zumindest in ihrem Fortschreiten verlangsamt werden können.

 

300 bis 400 mg Magnesium täglich werden empfohlen

Gleichgültig in welchem Alter – es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr zu achten. Ernährungsexperten empfehlen: Mindestens 300 bis 400 mg von dem Mineralstoff sollten Erwachsene laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich mit der Nahrung zu sich nehmen. Gute Magnesiumlieferanten sind insbesondere naturbelassene Nahrungsmittel wie Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, ungeschälter Reis, Vollkorngetreideprodukte und Kakao (und deshalb auch dunkle Schokolade). Allerdings stehen diese Nahrungsmittel häufig viel zu selten auf dem Speiseplan. Eine sinnvolle Alternative sind hochwertige Produkte aus der Apotheke mit organischen Magnesiumverbindungen (z.B. Magnesium Verla®). Aus organischen Magnesiumverbindungen (z.B. Magnesiumcitrat, Magnesiumaspartat) kann der Körper das Magnesium besonders gut aufnehmen.

WEFRA PR Gesellschaft für Public Relations mbH

 

[1] Slutsky I et al. Enhancement of learning and memory by elevating brain magnesium. Neuron. 2010 Jan 28;65(2):165-77

[2] Billard JM. Ageing, hippocampal synaptic activity and magnesium. Magnes Res. 2006 Sep;19(3):199-215

[3] Slutsky I et al. Enhancement of learning and memory by elevating brain magnesium. Neuron. 2010 Jan 28;65(2):165-77. 

[4] Wilmott LA et al. Sex- and dose-dependent effects of post-trial calcium channel blockade by magnesium chloride on memory for inhibitory avoidance conditioning. Behav Brain Res. 2013 Nov 15;257:49-53.

[5] Xu ZP et al. Magnesium protects cognitive functions and synaptic plasticity in streptozotocin-induced sporadic Alzheimer's model. PLoS One. 2014 Sep 30;9(9):e108645.

[6] Li W et al. Elevation of brain magnesium prevents synaptic loss and reverses cognitive deficits in Alzheimer's disease mouse model. Mol Brain. 2014 Sep 13;7:65.

[7] Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Hrsg.). Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil 2, 2008

[8] Wörwag M et al. Prevalence of magnesium and zinc deficiencies in nursing home residents in Germany. Magnes Res 1999; 12: 181-9

[9] Ozturk S et al. Magnesium supplementation in the treatment of dementia patients.Med Hypotheses. 2006;67(5):1223-5 

[10] Ozawa M et al. Self-reported dietary intake of potassium, calcium, and magnesium and risk of dementia in the Japanese: the Hisayama Study. J Am Geriatr Soc. 2012 Aug;60(8):1515-20