KrankheitenRehaklinikenLinks
VOLLTEXTSUCHE



GESUNDHEITSRATGEBER
Häufigste Ursachen, was Sie tun können, wann Sie zum Arzt müssen, Vorbeugung.
    alphabetisch
    thematisch
GesundheitsLetter
THEMEN
Ernährung
Hausapotheke
Impfen
Naturheilverfahren
Reisemedizin
Schmerz
Selbsttest
Teenager
Vorsorgeuntersuchungen
SUCHE
Fitness-Studio
Gesundheitsberufe
Arztpraxis
Krankenhaus
Krankenkasse
Apotheke
Gesundheitssport
Hospiz
Palliativstation
Selbsthilfegruppen
Pharmafirmen A-Z
ÜBER UNS
Über uns
Kontakt
Impressum
Datenschutz

MAGENSCHLEIMHAUTENTZÜNDUNG - GASTRITIS




Die Magenschleimhaut ist stark durchblutet und wird durch eine Schleimschicht vor aggressiven Stoffen (z.B. Magensäure) geschützt. Durch eine Schädigung dieser Schleimschicht kann die Magenschleimhaut angegriffen werden. Es kommt zu einer akuten Magenschleimhautentzündung (akute Gastritis) mit ähnlichen Beschwerden wie beim nervösen Magen. Je nach Ursache der Schleimhautentzündung stehen bestimmte Beschwerden im Vordergrund:

 

Starker Magenschmerz oder Magenkrämpfe.
Appetitlosigkeit, Allgemeine Schwäche.
Belegte Zunge, evtl. Mundgeruch.
Manchmal: Magenblutung.

 

Häufige Ursachen der akuten Gastritis

Medikamente z. B. Schmerzmittel, Rheumamittel, Kortison.
Stress: psychische Belastungen und/oder körperliche Belastungen wie Verletzungen. Operationen, schwere Erkrankungen.

 

Was Sie tun können

Die auslösende Ursache (s.o. ) vermeiden.
1-2 Tage Bettruhe halten.
Fasten oder Schonkost beruhigen die Magenschmerzen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große.
Tees, Tropfen oder Tabletten mit Kamille, Schafgarbenkraut oder Süßholzwurzel wirken entzündungshemmend und krampflösend. Auch Pfefferminztee oder schwarzer Tee wirken beruhigend auf den Magen.
Säurebindende Mittel, sog. Antazida, z.B. mit Magnesium- und Aluminiumsalzen schützen die erkrankte Schleimhaut und fördern so das Abheilen. Die Kautabletten oder Beutel mit Suspensionen sollten eine Stunde nach dem Essen und vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Gegen Magenkrämpfe helfen krampflösende Medikamente, sog. Spasmolytika, z.B. mit Butylscopolamin, in Form von Tabletten oder Zäpfchen.

 

Wann Sie zum Arzt müssen

Wenn die beschriebenen Beschwerden länger andauern oder immer wiederkehren.
Wenn Bluterbrechen oder Blut im Stuhl auftritt.

 

Was Ihr Arzt tun kann

Der Arzt kann durch Untersuchungen (z.B. mit einer Magenspiegelung) feststellen, ob eine Gastritis oder ein Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür vorliegt oder auch eine andere Erkrankung (z.B. der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse).
Bei akuter Gastritis können außer Antazida auch Mittel verordnet werden, die die Säureproduktion hemmen oder Arzneien zur Beschleunigung der Magenentleerung.
Wenn sie magenreizende Medikamente (s.o.) nehmen müssen, können Sie mit dem Arzt eine Umstellung auf andere Präparate besprechen.

 

Chronische Gastritis

Bei einer dauerhaften Entzündung der Magenschleimhaut spricht man von einer chronischen Gastritis. Oft treten dabei überhaupt keine Beschwerden auf, gelegentlich kommt es zu uncharakteristischen Oberbauchbeschwerden wie Blähungen, Aufstoßen oder Völlegefühl nach den Mahlzeiten.

 

Häufige Ursachen der chronischen Gastritis

Infektion der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori (85 % der Fälle).
Medikamente wie Schmerzmittel, Rheumamittel, Kortison.
Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem bildet Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Magenschleimhautzellen.

 

Was Sie tun können

Vermeiden, was den Magen reizen kann (z.B. übermäßiger Alkohol- oder Kaffeegenuss, Rauchen).
Wurde eine chronische Gastritis festgestellt, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig.

 

Wann Sie zum Arzt müssen

Bei Verdacht auf eine chronische Gastritis sollten sie ihren Arzt aufsuchen. Im langjährigen Verlauf einer chronischen Gastritis besteht die Gefahr, dass sich ein Geschwür des Magens oder des Zwölffingerdarms entwickelt. Auch das Risiko für Tumore ist erhöht.

 

Was Ihr Arzt tun kann

Der Arzt kann durch Untersuchungen, z.B. einer Magenspiegelung mit Gewebeentnahme, den Zustand der Magenschleimhaut beurteilen, sowie eine Besiedlung mit Krankheitserregern feststellen.

 

Bei Befall mit Helicobacter pylori kommen Antibiotika zum Einsatz, die den Erreger ausräumen. Außerdem werden Mittel verordnet, die die Säureproduktion des Magens hemmen.
Wenn keine Infektion vorliegt, wird durch weiterführende Untersuchungen die Ursache der Schleimhautschädigung festgestellt und behandelt.
Wenn sie magenreizende Medikamente (s.o.) nehmen müssen, können Sie mit dem Arzt eine Umstellung auf andere Präparate besprechen.
Ulcuskrankheit (Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür)

 

Im Gegensatz zur "oberflächlichen" Magenschleimhautentzündung liegt bei einem Geschwür (Ulcus) ein tiefer Schleimhautdefekt vor. Man unterscheidet ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) von einem Geschwür im Zwölffingerdarm (Ulcus duodeni), der an den Magen angrenzt. Ein Geschwür kann so tief in die Magen-, bzw. Darmwand eindringen, das es zu Blutungen kommt oder sogar die Darmwand durchbrochen wird. Im weiteren Verlauf treten Teerstühle (Blut im Stuhl) oder Bluterbrechen auf.

 

Das Zwölffingerdarmgeschwür ist viermal häufiger als das Magengeschwür. Männer sind öfter betroffen als Frauen. Ein Zwölffingerdarmgeschwür tritt eher bei jüngeren, ein Magengeschwür mehr bei älteren Menschen auf. Bei der Ulcuskrankheit kann es zu folgende Beschwerden kommen:

Brennender oder bohrender Schmerz in der Magengrube. Die Schmerzen können im nüchternen Zustand, nach den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten auftreten. Ein Nüchternschmerz kann sich durch Nahrungsaufnahme bessern.
Völlegefühl, Aufstoßen.
Übelkeit, Brechreiz.
Gewichtsverlust.
Blutungen.

 

Häufige Ursachen

Chronische Gastritis verursacht durch Infektion des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori.
Rauchen.
Medikamente wie Schmerzmittel, Rheumamittel, Kortison.
Übermäßiger Alkoholgenuss.
Stress: psychische Belastungen und/oder körperliche Belastungen wie Verletzungen. Operationen, schwere Erkrankungen.
Erbliche Belastung.
Übermäßige Magensäureproduktion (bei Zwölffingerdarmgeschwür).
Rückfluss von Gallensaft in den Magen (bei Magengeschwür).

 

Was Sie tun können

Alles vermeiden, was den Magen reizen kann (Alkohol, Coffein etc.), insbesondere aufs Rauchen verzichten.
Säurebindende Mittel, sog. Antazida, z.B. mit Magnesium- und Aluminiumsalzen schützen die erkrankte Schleimhaut und fördern so die Abheilung des Geschwürs.

 

Wann Sie zum Arzt müssen

Wenn o.g. Beschwerden auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Wenn es zu Blutungen kommt, ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig.

 

Was Ihr Arzt tun kann

Der Arzt kann durch Untersuchungen, z.B. einer Spiegelung von Magen und Zwölffingerdarm mit Gewebeentnahme, den Zustand der Schleimhaut beurteilen, sowie eine Besiedlung mit Krankheitserregern feststellen.
Bei Befall mit Helicobacter pylori kommen Antibiotika zum Einsatz, die den Erreger ausräumen.
Mittel verordnen, die die Säureproduktion des Magens hemmen.
Wenn sie magenreizende Medikamente (s.o.) nehmen müssen, können Sie mit dem Arzt eine Umstellung auf andere Präparate besprechen.
Bei Blutungen werden Notfallmaßnahmen ergriffen.
In schweren Fällen ist eine Operation notwendig.

 

Vorbeugung gegen Magenschleimhautentzündung und Ulkuskrankheit

Nicht rauchen.
Übermäßigen Alkohol- und Kaffeekonsum meiden.
Sehr scharf gewürzte Speisen sowie extrem kalte oder heiße Getränke meiden.
Patienten mit einem empfindlichen Magen sollten magenreizende Medikamente wie z.B. Acetylsalicylsäure meiden. Statt Acetylsalicylsäure lieber paracetamolhaltige Schmerzmittel nehmen.
Möglichst keine streßreichen Berufe (z.B. Schichtarbeit) ausüben.
Gesunde Ernährung.

 

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin



REZEPTFREIE MEDIKAMENTE:


AMARA-Pascoe®Pascoe
Amara-TropfenWeleda
ANCID® 1000 mg, Kautbl.HEXAL AG
ANCID® 500 mg, Kautbl.HEXAL AG
Aristochol® GallekapselnSteiner Arzneimittel
Cholagogum Nattermann® Artischocke KapselnCassella-med
Cholagogum Nattermann® Artischocke LiquidumCassella-med
Cynalip® duo 600 mg, Überzogene TablettenMIT Gesundheit GmbH
Cynara ALAliud
Cynarix® N Sabona FilmtablettenMIT Gesundheit GmbH
Elugan® N KautablettenNordmark
Elugan® TropfenNordmark
Enzynorm® f, überzogene TabletteNordmark
Espumisan® EmulsionBerlin-Chemie
Espumisan® Kautbl.Berlin-Chemie
Espumisan® PerlenBerlin-Chemie
Gastricholan®-L FlüssigkeitSüdmedica
Gastritol Dr. Klein® Tropf.Klein
GASTRO-PASC® SL MischungPascoe
Gastrovegetalin® 225mg, Weichkaps.Verla-Pharm
Gastrovegetalin® Lösung, Flüssigk.Verla-Pharm
Helopan® 10.000 magensaftresistente TablettenNordmark
Hepar-SL® forte, HartkapselnCassella-med
HEUMANN Magentee SOLU-VETAN®Winthrop Arzneimittel
Iberogast® FlüssigkeitSteigerwald
Inspirol® HeilpflanzenölRIEMSER
Jacobus-Schwedenkräuter AbführteePHARMA-LABOR
Jacobus-Schwedenkräuter-NPHARMA-LABOR
Jsostoma® S Tbl.ISO
KOLIPAS SLPascoe
Loperamid STADA® akut 2mg Hartkaps.STADApharm
Maaloxan® 25 mVal Susp. 250mlWinthrop Arzneimittel
Maaloxan® 25 mVal Susp., Btl.Winthrop Arzneimittel
Maaloxan® 25mVal Kautbl.Winthrop Arzneimittel
Maaloxan® 25mVal LiquidWinthrop Arzneimittel
Maaloxan® Soft TabsWinthrop Arzneimittel
Maalox® 70mVal SuspensionWinthrop Arzneimittel
Marax® 800 mg KautablettenNordmark
ME-Sabona® HartkapselnMIT Gesundheit GmbH
Megalac® Almasilat 1 g/10 ml SuspensionKrewel Meuselbach
Megalac® Almasilat mint 1 g/10 ml SuspensionKrewel Meuselbach
Metifex® 200mg überzogene TabletteCassella-med
Nuxal HPflüger
Ome TAD® 20 mg bei Sodbrennen, magensaftresistente HartkapselnTAD Pharma GmbH
Omeprazol dura® S 20mg, magensaftresistente HartkapselnMylan dura
Pantoprazol TAD® 20 mg bei Sodbrennen magensaftresistene TablettenTAD Pharma GmbH
Panzytrat® 10.000, Kaps.Axcan Pharma
Panzytrat® 25.000, Kaps.Axcan Pharma
Panzytrat® 40.000, Kaps.Axcan Pharma
Panzytrat® ok, Mikrotbl.Axcan Pharma
PASCOVENTRAL®Pascoe
Progastrit®, Kautabl.HEXAL AG
Riopan® Magen GelNycomed Deutschland
Riopan® Magen Tabletten, Kautbl.Nycomed Deutschland
Sanguisorbis® N MischungMIT Gesundheit GmbH
spasmo gallo sanol® N Drg.SANOL/Schwarz Pharma
Spasmoject F Amp.Syxyl
Spasmosyx FSyxyl



 Impressum     © 2010 by Medizinische Medien Information GmbH
BROSCHÜRENSERVICE

Die aktuelle
Broschüre zum Thema
Bärenstark bei Durchfall


PREISVERGLEICH PILLE


Möchten Sie wissen, ob es für Ihre Einphasen-Pille eine preislich günstigere Alternative gibt?

Meine Pille heißt:




Cholesterinbewusst leben

Viele Infos und leckere Rezepte für Rohkost und Lachs

APOTHEKEN-RATGEBER

Hausapotheke
Tipps zur
Selbsthilfe
Unser Buchtipp

Ein aktueller Wegweiser durch die rationale Pflanzenheilkunde.

Jetzt für nur 7,90 Euro versandkostenfrei bestellen.

SELBSTTEST