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Latexallergie

Definition Latexallergie

Die Latexallergie ist eine spezielle Form der Allergie. Sie gehört zu den Allergien vom Soforttyp (Allergie Typ I). Das heißt, Allergiesymptome können innerhalb von 5 bis 30 Minuten nach einem Kontakt mit Latex auftreten. Bei einer Latexallergie reagiert das körpereigene Abwehrsystem überempfindlich auf Eiweiße (Proteine) im natürlichen Latex (Naturkautschuk, Naturlatex).

Symptome der Latexallergie sind vielfältig

Die Symptome einer Latexallergie sind vielfältig. Bei den meisten Betroffenen kommt es aber vor allem zu Hautbeschwerden. Die Haut juckt nach dem Kontakt mit Latex üblicherweise, ist gerötet und mit Quaddeln überzogen. Ebenso kann ein nesselartiger Hautausschlag der gesamten Haut auftreten (sogenannte Urtikaria). Eine Latexallergie kann sich aber auch unspezifisch zeigen. Andere, nicht sofort zuzuordnende Beschwerden bei Latexallergie sind beispielsweise:
  • Niesattacken, Fließschnupfen, Juckreiz der Mund- und Rachenschleimhaut, Asthma-Anfälle. Eine Latexallergie kann sogar zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen.
  • Schwellungen im Bereich des Rachens und des Kehlkopfes mit Atemnot
  • Bindehautentzündung mit juckenden, geröteten und tränenden Augen, erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • anhaltend starke Müdigkeit, ausgeprägte körperliche Schwäche über Tage ohne erkennbare Ursache.

Ursachen der Latexallergie

Bei einer Latexallergie reagiert das körpereigene Abwehrsystem überempfindlich auf die Eiweiße in Latex. Latex (Naturlatex, Naturkautschuk) wird aus dem Milchsaft des Parakautschukbaumes gewonnen. Mit Latex werden zum Beispiel medizinische Hilfsmittel und verschiedenste Dinge des täglichen Bedarfs hergestellt.

Bei allgemeiner Allergieneigung ist das Risiko, eine Latexallergie zu entwickeln, erhöht. An einer Latexallergie erkranken besonders oft Beschäftigte in der Gummi- und Kunststoffindustrie, Mitarbeiter in medizinischen Berufen (wie Pflegepersonal, medizinisch technische Assistenten oder Ärzte) sowie Menschen mit offenem Rücken (Spina bifida) und Patienten nach häufigen Operationen.

Produkte aus Latex

Der Latexgehalt von Produkten wird oft nicht deklariert. Daher weiß der Latexallergiker häufig nicht, ob er einen latexhaltigen Artikel in Händen hält oder nicht. Typische Produkte, die natürliches Latex enthalten, sind zum Beispiel:
  • medizinische Hilfsmittel: Einmalhandschuhe, Urin-Katheter und Urinale, Darmrohre, Drainagen, Spritzen, Infusionsbehälter, Stauschläuche, Stethoskope, Verschlüsse von Medikamenten, Blutdruckmanschetten, Beatmungsbeutel sowie Pflaster, Wärmflaschen und Eisblasen (Coolpacks)
  • Dinge des täglichen Bedarfs: Schutz- und Haushaltshandschuhe, Kondome, Diaphragma, Gummistiefel, Gummibälle, Gummibänder, Nuckel (Schnuller), Luftballons, Badekappen, Schwimmhilfen, Schlauchboote, Luftmatratzen, Sportartikel, Radiergummi, Beschichtungen von Teppichen und Matten, Matratzen, Reifen.

Kein Naturlatex enthalten – wie oft fälschlich angenommen – Kaugummi, Gummibärchen und Latexfarben.

Das Kreuz mit den Kreuzallergien

Viele Latexallergiker leiden an einer sogenannten Kreuzallergie. Allergische Symptome sind dann auch auf andere Allergene möglich. Betroffene reagieren zum Beispiel auf Lebensmittel wie Bananen, Avocados, Papaya, Kiwi, Walnüsse oder Maroni (Esskastanien) allergisch. Aber auch Zimmerpflanzen wie die Birkenfeige (Ficus benjamina), der Weihnachtsstern und Maniok werden von vielen Latexallergikern im Sinne einer Kreuzallergie nicht vertragen.

Wie die Diagnose einer Latexallergie gestellt wird und welche Therapien es gibt, lesen Sie unter: Latexallergie-Therapie.

02/2013 (ck)

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