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Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Definition Laparoskopie

Die Laparoskopie, auch Bauchspiegelung genannt, dient einerseits der Diagnose von Krankheiten in der Bauch- und Beckenhöhle, andererseits kleineren operativen Eingriffen. Mithilfe des Laparoskops und Spezialinstrumenten kann der Arzt die Organe im Bauchraum betrachten und operieren (sogenannte Schlüssellochchirurgie).

Als Diagnoseverfahren kommt sie hauptsächlich bei unklaren Beschwerden im Bauchraum zum Einsatz und wenn andere Untersuchungen wie Ultraschall oder Computertomografie keinen Aufschluss gaben.

Die Bauchspiegelung ist ein wenig belastendes (minimal invasives) Verfahren, das unter Vollnarkose stattfindet. Je nach Umfang der Untersuchung erfolgt die Laparoskopie ambulant oder im Krankenhaus und dauert etwa 10 bis 30 Minuten.

Anwendungsbeispiele für Bauchspiegelung

  • Bei Frauen mit Kinderwunsch, um die Durchgängigkeit der Eileiter zu überprüfen wie auch zur Sterilisation.
  • Betrachtung der Leber, Bauchspeicheldüse, Milz und Gebärmutter sowie des Magen und Darms.
  • Entnahme von Gewebeproben für mikroskopische Untersuchung (Biopsie), um zu beurteilen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist.
  • Hodensuche
  • Operative Eingriffe wie
    • die Entfernung der Gallenblase (laparoskopische Cholezystektomie), von Nierenzysten, des Wurmfortsatzes vom Blinddarm (laparoskopische Appendektomie) bei Blinddarmentzündung, der Gebärmutter (laparoskopische Hysterektomie) oder von Myomen und Endometriose-Inseln bei Endometriose (Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut).
    • Leistenbruchoperationen
    • Durchtrennung der Äste des 10. Hirnnervs (Vagusnerv), um die Magensäureproduktion bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre zu verringern
    • Anlegen eines künstlichen Darmausgangs (Anus praeter).

Ablauf der Bauchspiegelung

Für die Bauchspiegelung ist eine Vollnarkose notwendig. Damit der Arzt Platz und Übersicht im Bauchraum hat, wird zunächst über einen kleinen Hautschnitt mit einer Hohlnadel Kohlendioxid als Gas in den Bauch gefüllt. Über weitere kleine Einschnitte in die Bauchdecke werden das Laparoskop (Instrument mit Lichtquelle und Kamera) und chirurgische Instrumente (zum Beispiel Sauger oder Zangen) eingeführt. Die Kamera überträgt auf den Monitor die Aufnahmen, so dass das Operationsteam das Geschehen in der Bauchhöhle im Blickfeld hat.

Vor der Laparoskopie

Um Komplikationen zu minimieren, sollten Sie dem Arzt vor der Laparoskopie alle Vorerkrankungen und früheren Operationen mitteilen.

Nach der Bauchspiegelung

Häufig dürfen Sie das Krankenhaus oder die Praxis schon kurz nach einer Bauchspiegelung verlassen. Am Operationstag selbst fahren Sie dann besser nicht selbst Auto. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Noch besser: Lassen Sie sich von jemandem abholen oder nehmen Sie ein Taxi.

Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass Sie nach der Bauchspiegelung einige Stunden unter Beobachtung bleiben. Dabei und danach sollten Sie ausruhen, im Bett liegen und nach Möglichkeit schlafen.

Gegen die Druckschmerzen im Bauch kann ein leichtes Schmerzmittel helfen, etwa ein Mittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen. In der Regel wird Ihnen der behandelnde Arzt dazu eine Empfehlung oder sogar das Medikament mitgeben.

Nebenwirkungen von Laparoskopien

Als Nebenwirkungen von Laparoskopien können auftreten:
  • Übelkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung infolge der Narkose
  • Druckempfindlichkeit und Blutergüsse am Bauch
  • Schmerzen im Bereich von Schultern und Becken
  • Verletzungen an umliegenden Organen kommen sehr selten vor.

Kostenübernahme bei Bauchspiegelung

Nicht alle Gründe (Indikationen) für eine Bauchspiegelung sind eine Kassenleistung. Liegt eine Verordnung vom Arzt vor (also bei jedem medizinisch notwendigen Eingriff), werden in der Regel die Kosten übernommen.

Autor:

überarbeitet von: 03/13 Charly Kahle

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