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Häufigste Ursachen, was Sie tun können, wann Sie zum Arzt müssen, Vorbeugung.
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KRÄTZE




Die Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Milben hervorgerufen wird. Die Weibchen bohren Gänge in die oberen Hautschichten und legen dort ihre Eier ab. Es kommt zu starkem Juckreiz und zu kleinen geröteten Knötchen auf der Haut, die oft in einer Linie liegen (gangförmig). Der Juckreiz wird durch Wärme, z.B. im Bett, verstärkt. Bevorzugt siedeln sich Milben zwischen den Fingern, an Hand- und Fußgelenken, Achselfalten, Ellenbeuge und im Anal- und Genitalbereich an.

 

Krätze ist durch intensiven Hautkontakt übertragbar, seltener über Kleidung und Bettwäsche, und befällt meist die ganze Familie. Die Milben können nur auf dem menschlichen Körper überleben, während sie auf Gegenständen (z.B. Bettwäsche) meist nach kurzer Zeit absterben. Die Beschwerden beginnen erst 3-4 Wochen nach der Ansteckung und werden öfter als Hautallergie oder Ekzem missdeutet. Entgegen der weitverbreiteten Meinung kann Krätze auch in den "besten Familien" und unter besten hygienischen Bedingungen vorkommen.

 

Was Sie tun können

Kleidung, Bettwäsche und Handtücher möglichst heiß waschen, am besten kochen. Wenn das nicht möglich ist, vermutlich milbenbefallene Wäsche und Kleidung 4 Tage lang nicht benutzen bzw. tragen und am besten bei Temperaturen unterhalb von 12 Grad Celsius lagern. Innerhalb dieses Zeitraums sterben die Milben in den Textilien ab.
Mit speziellen Präparaten gegen Krätze, z.B. mit den Wirkstoffen Hexachlorocyclohexan oder Benzylbenzoat, den ganzen Körper einreiben.
Möglichst nicht kratzen, sonst kann es zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommen.
Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika als Salben, Gele, Tropfen oder Tabletten.

Wann Sie zum Arzt müssen

Bei jedem Verdacht auf Krätze.
Wenn Säuglinge und Kleinkinder befallen sind.

 

Was Ihr Arzt tun kann

Verordnen der speziellen Antimilbenmittel.
Untersuchung und gegebenenfalls Mitbehandlung von Kontaktpersonen.
Nachbehandlung der ekzematösen Hauterscheinungen nach dem Absterben der Milben.

 

Vorbeugung

Ist nicht möglich.

 

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin




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