Keuchhusten

 

Keuchhusten ist im Gegensatz zu  Kinderkrankheiten wie Mumps und Masern eine bakterielle Erkrankung, die weit verbreitet und meist sehr langwierig ist. Es handelt sich um eine Entzündung der Atemwege, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Eine überstandene Krankheit gewährt einen lange dauernden, aber nicht lebenslangen Schutz.

  • Haupterkrankungsalter: Säuglings- und Vorschulalter
  • Inkubationszeit: 7-14 (20) Tage

 

Beschwerden bei Keuchhusten
 

Die Krankheit dauert mindestens 6 Wochen und beginnt mit Erkältungssymptomen wie Niesen, tränenden Augen und mildem Husten.  Danach treten die charakteristischen Hustenanfälle auf: mehrere kurze Hustenstöße gefolgt von ziehendem, krächzend-juchzendem Einatmen. Das Gesicht des Kindes verfärbt sich rot bis blau, die Augen quellen hervor, das Kind hat Erstickungsangst. Nach einigen solcher Hustenattacken wird ein zäher, glasiger Schleim hervorgewürgt. Bei Säuglingen kann es statt des Husten zum lebensbedrohlichen Atemstillstand kommen.

 

Komplikationen die bei Keuchhusten auftreten können
 

Lungenentzündungen, hervorgerufen durch andere Bakterien können auftreten. Gefürchtet ist eine Erkrankung des Gehirns durch die Keuchhustenbakterien.


Was sie tun können

  • Viel trinken.
  • Bei häufigem Erbrechen viele kleine Mahlzeiten bereiten.
  • Für ausreichend feuchte Luft sorgen; bei älteren Kindern, wenn möglich täglich Freiluft.
  • Bettruhe ist oft nicht erforderlich.
  • Säuglinge gehören zur Überwachung in die Klinik.

 

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn der Verdacht auf Keuchhusten, insbesondere beim Säugling besteht.
  • Wenn ein Säugling Kontakt zu einem Keuchhusten-Kind gehabt hat.
  • Wenn Atembeschwerden auftreten.

 

Was Ihr Arzt tun kann

  • Wenn bei einem Säugling oder Kleinkind der Verdacht auf Ansteckung besteht, kann durch vorsorgliche Antibiotikagabe der Krankheitsausbruch verhindert werden.
  • Antibiotika und andere Medikamente können die Krankheit mildern.
  • Säuglinge werden zur Überwachung und Therapie stationär aufgenommen.

 

 

Vorbeugung
 

Die Impfung erfolgt häufig zusammen mit der Tetanus- und Diphtherieschutzimpfung.

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin