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Heiserkeit

Heiserkeit

Heiserkeit – man meint, die Stimme komme nicht von den Stimmbändern, sondern von einem Reibeisen. Heiserkeit ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Häufig ist Heiserkeit bei Erkältungskrankheiten und bei Infektionen des Hals-Rachen-Raums. Auch Rauchen oder eine Stimmbandentzündung können Heiserkeit verursachen. Mit der Behandlung der auslösenden Erkrankung vergeht Heiserkeit in der Regel recht schnell.

Symptome von Heiserkeit

Die Stimme wird rau und das Sprechen wird häufig mühsam. Volle und klangvolle Töne sind nicht mehr möglich, eher klingt die Stimme schwach, leise, dünn und hauchig. Manchmal versagt die Stimme ganz. Mediziner bezeichnen Stimmstörungen als Dysphonien. Heiserkeit wird oft von einem kratzigen Gefühl im Hals sowie Halsschmerzen begleitet.

Ursachen von Heiserkeit

Heiserkeit entsteht, wenn die Stimmbänder nicht mehr frei schwingen können, weil die Schleimhaut im Hals oder die Stimmbänder selbst geschwollen sind. Häufig schwillt auch die Schleimhaut auf den Stimmlippen an. Schließen diese daraufhin nicht mehr richtig, entstehen heisere Laute. Gefährlich wird es, wenn die Kehldeckelschleimhaut und die Stimmritze anschwellen. In dem Fall drohen Atemnot und Erstickungsgefahr.

Schwellungen als Ursache

Ursache solcher Schwellungen sind Entzündungen im Kehlkopf-Bereich. Diese wiederum werden durch Infektionen oder Reizungen der Hals- und Rachenschleimhaut durch äußere Faktoren wie Rauch oder Überbeanspruchung der Stimme ausgelöst. Oft tritt Heiserkeit zusammen mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen (siehe auch Erkältung) auf. Bei lang anhaltender Heiserkeit könnte auch ein Tumor die Ursache sein. Auch nach Narkosen und Operationen (zum Beispiel Schilddrüsen-Operationen) kommt es mitunter zu lang anhaltender Heiserkeit.

Auslöser von Heiserkeit im Überblick

  • Überlastung der Stimme (Singen, Schreien, Vielsprecherberufe etc.)
  • Rauchen: Tabakrauch reizt die Stimmbänder und schädigt zudem langfristig Nerven und Gefäße. Von Heiserkeit durch das sogenannte Reinke-Ödem sind meist Raucherinnen über 30 Jahre betroffen.
  • Alkohol enthält ein Zellgift, das die Zellen der Schleimhäute schädigt. Eine heisere Stimme ist typisch bei Alkoholabhängigen.
  • trockene Luft
  • Schadstoffe wie Autoabgase oder Metallstäube (Chrom, Blei oder Nickel)
  • Infektionen wie Erkältung und Grippe
  • Infektionen des Rachen-Hals-Raumes, wie Kehlkopfentzündung (Laryngitis) oder eine Entzündung oberhalb der Stimmlippen (Glottitis)
  • Pseudokrupp, Diphtherie
  • nach Intubationen oder Operationen im Halsbereich durch Verletzung des Nervs, der für die Stimmbandfunktion verantwortlich ist
  • Bestrahlungen nach Krebserkrankungen
  • hormonelle Einflüsse (zum Beispiel Heiserkeit in den Wechseljahren oder der Pubertät)
  • psychische Ursachen, wie Angst, Depressionen oder Aufgeregtsein (vor Aufregung „bleibt die Stimme weg")
  • als Begleiterscheinung bei Bulimie (Ess-Brech-Sucht)
  • als Nebenwirkung von Medikamenten, zum Beispiel bei ACE-Hemmern oder Chemotherapeutika
  • Gehirnerkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit oder Schlaganfall
  • internistische Erkrankungen, wie Schilddrüsenerkrankungen, Reflux-Krankheit und Sodbrennen oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • selten Tumoren.


Wann zum Arzt

Lang anhaltende Heiserkeit oder Heiserkeit, die von starken Krankheitsgefühlen begleitet sind, sollten Sie ärztlich untersuchen lassen. Auch Heiserkeit ohne als harmlos erkennbare Ursache sollte von einem Arzt beurteilt werden.
Mit dem Arzt können Sie dann auch die Auswahl der zur Behandlung meist völlig ausreichenden Hausmittel gegen Heiserkeit besprechen.

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin

überarbeitet 04/13 Charly Kahle

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