KrankheitenRehaklinikenLinks
VOLLTEXTSUCHE



GESUNDHEITSRATGEBER
Häufigste Ursachen, was Sie tun können, wann Sie zum Arzt müssen, Vorbeugung.
    alphabetisch
    thematisch
GesundheitsLetter
THEMEN
Ernährung
Hausapotheke
Impfen
Naturheilverfahren
Reisemedizin
Schmerz
Selbsttest
Teenager
Vorsorgeuntersuchungen
SUCHE
Gesundheitsberufe
Arztpraxis
Krankenhaus
Krankenkasse
Apotheke
Gesundheitssport
Selbsthilfegruppen
Pharmafirmen A-Z
ÜBER UNS
Über uns
Kontakt
Impressum
Datenschutz

GLAUKOM - GRÜNER STAR




Das Glaukom (Grüner Star ) gehört zu den häufigsten Erblindungsursachen in den Industrieländern. Meist tritt es im höheren Lebensalter auf. Glaukom ist ein Sammelbegriff, hinter dem sich verschiedenen Erkrankungen des Auges verbergen können. Die meisten Glaukomformen gehen mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks einher. Dadurch wird der Sehnerv geschädigt, weil die Blutversorgung beeinträchtigt ist und der Sehnerv nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden kann.

 

Wie kommt es zur Druckerhöhung im Auge?

Um die Augenlinse und die Hornhaut mit Nährstoffen zu versorgen, wird in der sogenannten hinteren Kammer des Auges, einem Spalt hinter der Linse, das Kammerwasser produziert. Es umströmt die Linse und gelangt durch die Pupille in die vordere Augenkammer, wo es durch ein Maschenwerk aus feinsten Kanälchen wieder abfließt. Normalerweise herrscht zwischen Bildung und Abfluss des Kammerwassers ein Gleichgewicht, das den Augeninnendruck weitgehend konstant hält, etwa bei 15-21 mm Hg (Quecksilbersäule). Ist aus irgendeinem Grund der Abfluss behindert, steigt der Druck im Auge an, mit fatalen Folgen für den Sehnerv.

 

Das chronische Glaukom

ist die häufigste Glaukomform. Mit fortschreitendem Lebensalter (etwa ab dem 40. Lebensjahr) kann es zu einer Behinderung des Kammerwasserabflusses kommen, wodurch der Augeninnendruck - für die Betroffenen unbemerkt - ansteigt. Zu Beschwerden kommt es lange Zeit nicht. Auch die Schädigung des Sehnervs, die zu einer Einengung des Gesichtsfeldes (Raum, der mit unbewegtem Auge eingesehen werden kann) führt, fällt zunächst nicht auf. Durch den schleichenden Verlauf gewöhnt man sich daran, dass man in den Randzonen weniger sieht. Erst in fortgeschrittenen Stadien wird der Gesichtsfeldausfall bemerkt. Einbußen der Sehkraft durch Schäden am Sehnerv sind irreversibel. Deshalb ist es so wichtig, durch Vorsorgeuntersuchungen den erhöhten Augeninnendruck rechtzeitig zu erkennen.

 

Das akute Glaukom (Glaukomanfall)

ist eine seltene, aber bedrohliche Glaukomform. Hierbei ist der Abfluss des Kammerwassers regelrecht verstopft. Innerhalb von Minuten kann der normale Druck um ein Mehrfaches ansteigen. Es treten starke Beschwerden auf wie Kopf- und Augenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Fieber und Schüttelfrost auf. Das Auge ist gerötet und hart, die Pupille ist extrem weit, der Blick trübt sich. Binnen weniger Stunden kann es zu einer hochgradigen Sehbehinderung oder zur Erblindung kommen. Die Betroffenen müssen unverzüglich in ärztliche Behandlung.

 

Häufige Ursachen

Altersbedingte Ablagerungen oder Gewebeveränderungen führen zu einer Behinderung der Abflusswege des Kammerwassers. Der Druck steigt langsam an und ist meist mäßig erhöht (chronisches Glaukom).
Bei einem Teil der Erkrankten besteht eine erbliche Belastung.
Der Winkel im Auge, in dem die Abflusswege des Kammerwassers liegen (Kammerwinkel) ist bei einigen Menschen sehr eng. Durch unterschiedliche Einflüsse kann der Kammerwinkel so stark verengt werden, dass das Kammerwasser nicht ausreichend abfließt und es zu einer Druckerhöhung kommt.

 

Bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes und starke Kurzsichtigkeit gehen mit einem erhöhtem Glaukomrisiko einher.
Verletzungen, Entzündungen, Tumore, Gefäßerkrankungen des Auges.
Manche Kinder kommen mit einem angeborenem Glaukom zur Welt.
Cortisonbehandlung (als Salbe am Auge oder allgemein mit Tabletten oder Spritzen).

 

Was Sie tun können

Regelmäßige Glaukom-Vorsorgeuntersuchung ab 40 Jahre.
Regelmäßiges Eintropfen der vom Arzt verordneten Augentropfen. Meist ist eine lebenslange Therapie notwendig.
Wenn Sie an einem Glaukom erkrankt sind, sollten Sie Rauchen vermeiden.

 

Wann Sie zum Arzt müssen

Ab 40 einmal pro Jahr zur Glaukom-Vorsorgeuntersuchung.
Wenn Sie Sehbeschwerden haben.
Wenn Sie Beschwerden haben, die auf einen akuten Glaukomanfall (s.o.) hinweisen, sollten Sie sofort in die Klinik gehen.

 

Was Ihr Arzt tun kann

Der Arzt kann mit einfachen Methoden den Augeninnendruck messen und den Sehnervenkopf einsehen. Wenn sich dabei Auffälligkeiten ergeben, wird er außerdem das Gesichtsfeld überprüfen und sich den Augenhintergrund anschauen, um den Zustand des Sehnerven zu beurteilen.
Bei erhöhtem Augeninnendruck entscheidet der Arzt, welche Therapie sinnvoll ist. Es gibt eine Reihe von Augentropfen, die den Augeninnendruck senken. Die gebräuchlichsten Wirkstoffe sind heutzutage Betablocker und das Prostaglandin-Analogon Latanoprost. Letzteres hat den Vorteil, dass es im Gegensatz zu anderen Präparaten nur einmal täglich eingetropft werden muss und dabei dennoch am wirksamsten den Augeninnendruck senkt.
Außerdem ist eine Operation oder Laserbehandlung möglich.
Der akute Glaukomanfall, der sich durch sehr starke Kopfschmerzen, Druckgefühle am Auge und Übelkeit äußert, ist ein Notfall, der schnellstmöglich behandelt werden muss.

 

Vorbeugung

Das chronische Glaukom beginnt schleichend und macht am Anfang kaum Beschwerden. Gehen Sie ab dem 40.Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung (Messung des Augeninnendrucks und Einsicht des Sehnerven); wenn das Glaukom in Ihrer Familie häufig vorkommt, schon früher. Die Vorsorgeuntersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, die Kosten liegen etwa bei 16 €

 

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin




 Impressum     © 2010 by Medizinische Medien Information GmbH
BROSCHÜRENSERVICE

Die aktuelle
Broschüre zum Thema
Bärenstark bei Durchfall


PREISVERGLEICH PILLE


Möchten Sie wissen, ob es für Ihre Einphasen-Pille eine preislich günstigere Alternative gibt?

Meine Pille heißt:




Cholesterinbewusst leben

Viele Infos und leckere Rezepte für Rohkost und Lachs

APOTHEKEN-RATGEBER

Hausapotheke
Tipps zur
Selbsthilfe
Unser Buchtipp

Ein aktueller Wegweiser durch die rationale Pflanzenheilkunde.

Jetzt für nur 7,90 Euro versandkostenfrei bestellen.

SELBSTTEST