GLAUKOM - GRÜNER STAR | |||
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Das Glaukom (Grüner Star ) gehört zu den häufigsten Erblindungsursachen in den Industrieländern. Meist tritt es im höheren Lebensalter auf. Glaukom ist ein Sammelbegriff, hinter dem sich verschiedenen Erkrankungen des Auges verbergen können. Die meisten Glaukomformen gehen mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks einher. Dadurch wird der Sehnerv geschädigt, weil die Blutversorgung beeinträchtigt ist und der Sehnerv nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden kann. Wie kommt es zur Druckerhöhung im Auge? Um die Augenlinse und die Hornhaut mit Nährstoffen zu versorgen, wird in der sogenannten hinteren Kammer des Auges, einem Spalt hinter der Linse, das Kammerwasser produziert. Es umströmt die Linse und gelangt durch die Pupille in die vordere Augenkammer, wo es durch ein Maschenwerk aus feinsten Kanälchen wieder abfließt. Normalerweise herrscht zwischen Bildung und Abfluss des Kammerwassers ein Gleichgewicht, das den Augeninnendruck weitgehend konstant hält, etwa bei 15-21 mm Hg (Quecksilbersäule). Ist aus irgendeinem Grund der Abfluss behindert, steigt der Druck im Auge an, mit fatalen Folgen für den Sehnerv. Das chronische Glaukom ist die häufigste Glaukomform. Mit fortschreitendem Lebensalter (etwa ab dem 40. Lebensjahr) kann es zu einer Behinderung des Kammerwasserabflusses kommen, wodurch der Augeninnendruck - für die Betroffenen unbemerkt - ansteigt. Zu Beschwerden kommt es lange Zeit nicht. Auch die Schädigung des Sehnervs, die zu einer Einengung des Gesichtsfeldes (Raum, der mit unbewegtem Auge eingesehen werden kann) führt, fällt zunächst nicht auf. Durch den schleichenden Verlauf gewöhnt man sich daran, dass man in den Randzonen weniger sieht. Erst in fortgeschrittenen Stadien wird der Gesichtsfeldausfall bemerkt. Einbußen der Sehkraft durch Schäden am Sehnerv sind irreversibel. Deshalb ist es so wichtig, durch Vorsorgeuntersuchungen den erhöhten Augeninnendruck rechtzeitig zu erkennen. Das akute Glaukom (Glaukomanfall) ist eine seltene, aber bedrohliche Glaukomform. Hierbei ist der Abfluss des Kammerwassers regelrecht verstopft. Innerhalb von Minuten kann der normale Druck um ein Mehrfaches ansteigen. Es treten starke Beschwerden auf wie Kopf- und Augenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Fieber und Schüttelfrost auf. Das Auge ist gerötet und hart, die Pupille ist extrem weit, der Blick trübt sich. Binnen weniger Stunden kann es zu einer hochgradigen Sehbehinderung oder zur Erblindung kommen. Die Betroffenen müssen unverzüglich in ärztliche Behandlung. Häufige Ursachen
Was Sie tun können
Wann Sie zum Arzt müssen
Was Ihr Arzt tun kann
Vorbeugung Das chronische Glaukom beginnt schleichend und macht am Anfang kaum Beschwerden. Gehen Sie ab dem 40.Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung (Messung des Augeninnendrucks und Einsicht des Sehnerven); wenn das Glaukom in Ihrer Familie häufig vorkommt, schon früher. Die Vorsorgeuntersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, die Kosten liegen etwa bei 16 € Autoren:
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