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Gesunder Schlaf – Der richtige Schlafrhythmus

Schlafrythmus

Wir sind alle verschieden und schlafen am besten in unserem individuellen Schlafrhythmus. Bei aller Verschiedenheit: Guter Schlaf profitiert sehr von regelmäßigen Schlafzeiten.
©Dan Race - Fotolia.com

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – und das gilt auch für den richtigen Schlafrhythmus. Regelmäßige Schlafzeiten sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für gesunden Schlaf. Unregelmäßigkeiten, wie sie etwa durch Schichtarbeit oder Jetlag begründet sind, stören den Schlaf mitunter nachhaltig. Und das gilt selbstverständlich auch, wenn Sie sehr oft zu unregelmäßigen Zeiten schlafen.

Regelmäßige Schlafzeiten fördern den Schlaf

Regelmäßige Schlafzeiten fördern den Schlaf ganz wesentlich. Bei sehr vielen Menschen ergeben sich glücklicherweise regelmäßige Schlafzeiten. Denn Arbeit, Familie oder andere Verpflichtungen oder Gewohnheiten setzen einen Rahmen für die Schlafzeiten. Wer morgens früh gegen 8 Uhr bei der Arbeit oder in der Schule sein muss und etwa 7 Stunden Schlaf braucht, wird werktags in der Regel zwischen 23 und Mitternacht ins Bett gehen. Kleinere Abweichungen von diesem Muster, etwa am Wochenende oder im Urlaub, haben in der Regel keinen großen Einfluss auf gesunden Schlaf.

Schlafforscher empfehlen daher, wenn irgend möglich, einen regelmäßigen Rhythmus von Zubettgehen und Aufstehen einzuhalten. Wenn dann auch noch die Zeitpunkte für Schlafengehen und Aufstehen individuell auf Sie abgestimmt sind, haben Sie schon sehr viel richtig gemacht.

 

Die richtige Schlafdauer

Es gibt Kurzschläfer und Langschläfer, Eulen und Lerchen – und von daher keine allgemeingültigen Zeiten, zu denen Sie ins Bett gehen und aufstehen sollten. Vielmehr kommt es darauf an, die für Sie passenden Zeiten zu finden. Diese Zeiten können Sie aber leicht herausfinden, indem Sie ein bisschen experimentieren.

 

Müde ins Bett gehen

Wahrscheinlich wissen Sie, wie viel Schlaf Sie in etwa brauchen, um sich ausgeschlafen zu fühlen. Und Sie wissen auch, wann Sie aufstehen sollten. Ziehen Sie die Schlafdauer also ab – und Sie wissen, wann Sie zu Bett gehen sollten. Unabhängig von Ihrer bisherigen Einschätzung, wie viel Schlaf Sie denn brauchen, lohnt es sich, mit der Schlafdauer zu experimentieren. Verkürzen Sie die Schlafdauer versuchsweise um 30 Minuten oder eine Stunde, wenn Sie zur geplanten Zeit des Zubettgehens noch nicht müde sind. Viele Menschen stellen fest, dass Sie mit weniger Schlaf als gedacht sich sehr viel besser fühlen als vermutet. Die Annahme, dass gesunder Schlaf 8 Stunden dauert, zählt zu den meistgenannten Irrtümern über gesunden Schlaf.

 

Die richtigen Zeitpunkte zum Schlafengehen und Aufstehen

Neben der Schlafdauer können Sie auch mit den Zeitpunkten für Schlafengehen und Aufstehen experimentieren. Wenn Sie Ihre Schlafenszeit beispielsweise in 15-Minuten-Schritten nach hinten verschieben, wird Ihnen das Einschlafen möglicherweise leichter fallen. Oder wenn Sie sich morgens eine Viertelstunde mehr gönnen, ist der Ablauf der Schlafphasen gerade an einem Punkt, an dem das Aufstehen leichter fällt. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Wecker Sie aus dem Leichtschlaf holt – und nicht aus dem Tiefschlaf.

 

Bei Schlafproblemen kein Mittagsschlaf

Wenn Sie Schlafprobleme haben, sollten Sie vorzugsweise auf den Mittagsschlaf oder ein Nickerchen am Abend vor dem Fernseher verzichten. Bei ernsthaften Schlafstörungen gilt diese Empfehlung in jedem Fall. Der Mittagsschlaf hindert den Körper daran, sich auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus einzustellen. Und es sei an dieser Stelle wiederholt: Der regelmäßige Schlafrhythmus ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für erholsamen und tiefen Schlaf.

aktualisiert November 2015, Redaktion: Charly Kahle