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Guter Schlaf: Richtig essen und trinken

Verdauungsschlaf

Mit einer schweren Mahlzeit am Abend stören Sie Ihren Schlaf. Am Abend gehört Leichtverdauliches auf den Tisch. Mit unseren Tipps für das richtige Essen und Trinken am Abend machen Sie sich das Ein- und Durchschlafen leichter.
© Darius Dzinnik - Fotolia.com

Ein Verdauungsschlaf nach einem üppigen Essen zählt in vielen Kulturen zu den weitverbreiteten Gewohnheiten. Tatsächlich macht Essen müde – denn der Körper braucht Energie für die Verdauung. Diese Energie steht dann für Aktivität nicht zur Verfügung. Aber so wohltuend der Verdauungsschlaf auch sein mag:

Ein Mittagsschlaf kann Schlafprobleme verstärken (siehe auch Guter Schlaf – Der richtige Schlafrhythmus). Und: Auch wenn üppiges Essen müde macht, stört es den Nachtschlaf. Das gilt auch für anregende Getränke mit Koffein oder Alkohol. Wer gut schlafen möchte, sollte spätestens am dem Nachmittag das Richtige essen und trinken.

 

Kein Koffein ab 16 Uhr

Wer Probleme beim Einschlafen hat, sollte schon verhältnismäßig früh am Tag auf anregende Getränke wie Kaffee und Cola oder Energy-Drinks verzichten. Koffein und Guarana, das in vielen Energy-Drinks enthalten ist, bauen sich im Körper nur sehr langsam ab. Spätestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie daher auf entsprechende Getränke verzichten. Übrigens: Auch schwarzer Tee und Grüner Tee enthalten Koffein.

 

Alkohol stört den Nachtschlaf

Zu den weitverbreiteten Irrtümern über gesunden Schlaf gehört, dass Alkohol den Schlaf fördert. Zugegebenermaßen schlafen viele Menschen besser ein, wenn sie beispielsweise ein Bier oder ein Glas Rotwein Abend trinken. Nichtsdestotrotz stört der Abbau des Alkohols die nächtlichen Erholungsprozesse, beeinflusst den Ablauf der Schlafphasen und begünstigt Durchschlafstörungen.

 

Mit Kräutertees auf die Nacht einstimmen

Besonders gut als Getränk am Abend geeignet sind Tees aus Kräutern oder Heilpflanzen. Ob Kamille, Fenchel, Hopfen, Baldrian oder andere Pflanzen und Pflanzenmischungen: Sie haben eine große Auswahl, in der sich für fast jeden das Richtige findet. Im Beitrag „Pflanzliche Schlafmittel“ finden Sie weitere Informationen über sanfte Schlafhelfer.

 

Am Abend nicht schwer essen

Um den Schlaf nicht unnötig zu belasten, sollten Sie am Abend vorzugsweise leicht essen. Dabei gilt die einfache Faustregel: je später, desto leichter. Zwischen Schlafengehen und der letzten Mahlzeit sollten etwa 2 bis 3 Stunden liegen. Bei einem größeren Abstand könnten Sie wieder Hunger bekommen – und der stört den Schlaf ebenso wie zu schweres Essen.

 

Leicht Verdauliches fördert den Schlaf

Mageres Fleisch, fettarme Milch und nicht allzu scharfe Gewürze sind für ein leichtes Abendessen zu empfehlen. Auf blähende Speisen wie frisches Vollkornbrot oder Hülsenfrüchte sollten Sie am Abend verzichten. Besser geeignet sind Weißbrot, Nudeln, Kartoffeln oder Obst. Statt zu frittierten Pommes und Schweineschnitzel greifen Sie zugunsten besseren Schlafes eher zu Putenbrust und fettreduzierten Milchprodukten. Milchprodukte enthalten das Schlaf fördernde Tryptophan, ebenso wie Datteln oder Fisch. Auch Vitamin B 6 begünstigt den Schlaf. Dieses Vitamin ist unter anderem in Bananen und vielen Blattsalaten enthalten.

 

Das Betthupferl

Ein bisschen Süßes am Abend ist aus Sicht von Schlafforschern und Ärzten erlaubt – mitunter sogar gewünscht. Ein Riegel Schokolade, eine Tasse warmer Kakao, ein paar Kekse oder eine kleine Portion süßer Früchte beeinflussen den Blutzuckerspiegel so, dass wir leichter einschlafen können. Außerdem wirkt Süßes in kleinen Dosen beruhigend – und das ohne jede Gefahr der Abhängigkeit und ohne den Schlafablauf zu stören, wie es bei Alkohol der Fall ist.

aktualisiert November 2015, Redaktion: Charly Kahle