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Schlafdauer: Welcher Schlaftyp sind Sie?

Frühaufsteher

 Es gibt vor allem 4 grundlegende Schlaftypen: Eulen und Lerchen sowie die Kurz- und Langschläfer. Am einfachsten ist es, Sie folgen in Bezug auf Schlafdauer und Schlafzeiten Ihrer Veranlagung so weit wie möglich.
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Zu den weitverbreiteten Irrtümern über gesunden Schlaf gehören beispielsweise die Behauptungen, guter Schlaf dauere 8 Stunden und Schlaf vor Mitternacht sei der gesündeste. Wie lange und wann wir am besten schlafen (oder wachen), ist vielmehr individuell sehr verschieden. Denn wir unterscheiden uns in Kurzschläfer und Langschläfer, Lerchen und Eulen.

Kurzschläfer und Langschläfer

Die meisten Menschen in Mitteleuropa schlafen durchschnittlich 7 Stunden pro Nacht. Es gibt aber auch etwa je 20 Prozent der Erwachsenen, die deutlich kürzer oder länger schlafen. Das ist zum einen eine Frage der Gewöhnung, zum anderen aber auch eine Frage der Veranlagung. Kurzschläfer kommen mit 4 bis 5 Stunden Schlaf aus, Langschläfer bringen es auf 9 Stunden und mehr.

Diese Angaben beziehen sich auf gesunde Erwachsene. Kleinkinder, Jugendliche in der Pubertät oder kranke Menschen sind meistens ausgeprägte Langschläfer, die zwischen 10 und 14 Stunden schlafen.

Wenn Sie trotz regelmäßig kurzen Schlafes gesund sind, sich morgens ausgeruht fühlen und tagsüber leistungsfähig bleiben, dann sind Sie wahrscheinlich Kurzschläfer – und sollten es auch bleiben. Wenn Sie trotz langen Schlafes (mehr als 7 Stunden) und ohne offenkundige Ursache morgens nicht erholt sind, kann es sein, dass Sie mehr Schlaf brauchen – oder auch zu lange schlafen. Experimentieren Sie mit der Schlafdauer. Vielleicht sind Sie ein Kurzschläfer, der zu lange in den Federn bleibt. Wenn Sie längere Zeit morgens nicht frisch sind, oft nicht ein- oder durchschlafen können, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Schlafprobleme können in Schlafstörungen münden – ein Prozess, der möglichst früh unterbrochen werden sollte.

 

Von Eulen und Lerchen

Die Schlafdauer und Schlafqualität allein entscheiden nicht darüber, ob Sie sich morgens frisch und ausgeruht fühlen. Auch der Zeitraum, zu dem Sie schlafen, kann das Schlaferlebnis deutlich beeinflussen. Viele Menschen haben ihren Leistungshöhepunkt am Morgen und am Vormittag. Im Volksmund werden diese Morgen-Typen Lerchen genannt. Die Zeit der Eulen hingegen beginnt am Abend. Menschen vom Eulen-Typ drehen erst am Nachmittag auf und bleiben häufig bis in die Nacht leistungsfähig. Dementsprechend kann es Lerchen gut tun, früh zu Bett zu gehen und früh aufzustehen. Eulen hingegen verschieben das Schlaffenster meistens nach hinten – und fahren gut damit.

aktualisiert November 2015, Redaktion: Charly Kahle