Meine-Gesundheit.de Logo

Geschwollene Lymphknoten

Überblick geschwollene Lymphknoten

Geschwollene Lymphknoten sind in aller Regel ein Signal, dass auf eine Erkrankung hinweist. Lymphknotenschwellungen entstehen nämlich, wenn das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) besonders aktiv ist. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Ursachen von geschwollenen Lymphknoten und lesen, welche Lymphknotenschwellungen bei welchen Krankheiten typisch sind.

Ursachen von geschwollenen Lymphknoten

Geschwollene Lymphknoten entstehen, wenn das Lymphsystem besonders aktiv ist. Das Lymphsystem durchzieht, ähnlich wie der Blutkreislauf, den ganzen Körper. Es ist wichtig für die körpereigene Abwehr, das Immunsystem.

Lymphknoten produzieren Lymphozyten

Die Lymphknoten befinden sich überall im Körper und dienen dazu, Krankheitserreger, Fremdstoffe oder Krebszellen unschädlich zu machen. Zu diesem Zweck produzieren sie einen bestimmten Typ weißer Blutkörperchen, die Lymphozyten. Jeder Lymphknoten ist sozusagen die Filterstation eines bestimmten Gebietes. Dort wird Gewebsflüssigkeit, die Lymphe, gefiltert und an die nächste Lymphknotenstation weitergeleitet. Schwellen die Lymphknoten also nur in bestimmten Regionen an, gibt das dem Arzt Hinweise auf mögliche Erkrankungen.

Lymphknoten am Hals

Lymphknoten am Hals sind typisch für Infektionen am und im Kopf- bzw. Gesichtsbereich (wie Mittelohrenentzündungen oder Infektionen des Nasen-Rachen-Raums), Speicheldrüsenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenunterfunktion, Zahn- und Kiefervereiterungen oder Lymphdrüsenkrebs sowie Infektionserkrankungen wie Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken.

Lymphknoten an der Leiste

Lymphknoten an der Leiste verweisen möglicherweise auf Entzündungen im kleinen Becken, Entzündungen der ableitenden Harnwege, Leistenbruch oder Eiteransammlungen in der Leiste, Thrombose, Blinddarmentzündung sowie auf Krebserkrankungen wie Hodgkin-Lymphome oder Leukämie.

Lymphknoten im Nacken

Häufig sind Lymphknoten im Nacken geschwollen bei Halsentzündungen, Ohrspeicheldrüsenentzündungen sowie Entzündungen im Mundbereich (wie Speicheldrüsen- und Zungenentzündungen).

Lymphknoten in der Achselhöhle

In der Achselhöhle sind Lymphknotenschwellungen häufig bei Brustkrebs und Brustentzündungen (wie Mastitis), Entzündungen an den Armen und Händen, bei Entzündungen im Schulterbereich sowie bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs (wie chronisch lymphatische Leukämie).

Symptome von geschwollenen Lymphknoten

Bei einer Infektion schwellen die Lymphknoten im Infektionsgebiet an, können schmerzen oder druckempfindlich werden. Bei bestimmten, meist schweren Erkrankungen, schwellen die Lymphknoten im gesamten Körper an (z.B. bei akute Leukämie, Toxoplasmose, Krebs oder bestimmten Infektionskrankheiten). Manchmal entstehen auch in den Lymphknoten bösartige Tumore. Derartig vergrößerte Lymphknoten sind meist eher fest und nicht schmerzhaft. Eine Ausnahme bilden geschwollene Lymphknoten bei Hodgkin-Lymphomen, einer Form von Lymphdrüsenkrebs. Diese erscheinen kartoffelsackartig verbacken und schmerzen mitunter nach dem Genuss von Alkohol (sogenannter Alkoholschmerz).

Behandlung von geschwollenen Lymphknoten

Da geschwollene Lymphknoten keine Krankheit, sondern nur ein Symptom sind, werden sie auch nicht gezielt behandelt. Vielmehr geht es darum, die Erkrankung zu bekämpfen, die die Aktivität des Immunsystems verursacht hat.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie geschwollene Lymphknoten bemerken und die Ursache dafür nicht kennen, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen.
Schmerzende Lymphknoten nach dem Genuss von Alkohol sollten Sie unverzüglich zum Arzt führen. Das gilt auch für schmerzlos geschwollene Lymphknoten in Verbindung mit Nachtschweiß und verminderter Leistungsfähigkeit.

überarbeitet 04/13 Charly Kahle

Möchten Sie wissen, ob es für
Ihre Mono- oder Einphasen-Pille eine
preislich günstigere Alternative gibt?