Gedächtnisschwäche - Vergesslichkeit
Im Alter lässt die Merkfähigkeit nach. Die Betroffenen können sich zwar oft noch an Ereignisse erinnern, die weit in der Vergangenheit liegen, vergessen aber oft aktuelle Termine, Daten und Namen. Die Ursache ist ein natürlicher Alterungsprozess, bei dem die Informationsübertragung von Zelle zu Zelle langsamer wird, die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, die Merkfähigkeit lässt nach. Durch Gedächtnisübungen können die Leitungsbahnen aktiv bleiben. Voraussetzung dafür ist eine intakte Hirndurchblutung bzw. ein funktionierender Hirnstoffwechsel. Mangeldurchblutung durch verengte Gehirnarterien führt zum Absterben von Gehirnzellen.
Häufige Ursachen beginnender Vergesslichkeit
- Natürliche Alterungsprozesse des Gehirns.
- Mangelnde Hirndurchblutung, z.B. bei Arterienverkalkung.
- Alzheimer-Erkrankung.
- Alkoholismus.
- Kopfverletzungen, Gehirntumore.
- Psychische Ursachen, z.B. Stress.
Was Sie gegen Gedächtnisschwäche tun können
- Gedächtnistraining, Denksport, Schach-Spielen, Kreuzworträtsel, Fremdsprachen lernen.
- Kommunikation mit Mitmenschen pflegen. In Gesprächen, Diskussionen und Telefongesprächen müssen Sie unvorbereitet reagieren. Das schult das Gehirn und fördert die Flexibilität.
- Einnahme von pflanzlichen Präparaten als Tropfen, Saft oder Tabletten. Ginkgoextrakt unterstützt die Hirndurchblutung (Arterienverkalkung) und Ginsengwurzel verbessert Lernprozesse und das Gedächtnis durch Anregung der Gehirnzellentätigkeit.
- Präparate mit bestimmten Aminosäuren, z.B. Glutamin, können den Hirnstoffwechsel anregen und die Merk- und Konzentrationsfähigkeit verbessern.
Wann Sie bei Vergesslichkeit zum Arzt müssen
- Bei beginnender Gedächtnisschwäche im Alter zur Abklärung der Ursache.
- Bei plötzlich auftretender, auffälliger Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche in jüngeren Jahren.
Was Ihr Arzt bei Schwäche des Gedächtnisses tun kann
- Grunderkrankungen ausschließen oder entsprechend behandeln.
- Sehleistung und Gehör überprüfen. Durch nicht bekannte, aber bestehende Seh- und Hörfehler entgehen Informationen, was oft fälschlicherweise als Gedächtnisschwäche ausgelegt wird.
- Medikamente verordnen, die den Hirnstoffwechsel und die Hirndurchblutung anregen.
Autoren:
Christiane von der Eltz, Apothekerin
Dr. Regina Schick, Ärztin
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