Folsäuremangel
Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin. Es ist zu beachten, dass das Vitamin durch Kochen zu 90 % zerstört wird. Der Tagesbedarf beträgt ca. 0,1 mg. Normalerweise kann Folsäure in ausreichender Menge leicht durch eine ausgewogene Ernährung zugeführt werden. In der Schwangerschaft ist der Bedarf jedoch doppelt so hoch. Hier ist eine zusätzliche Folsäurezufuhr sinnvoll. Im Stoffwechsel wirken Folsäure und Vitamin B12 eng zusammen, deshalb wird bei Folsäuremangel meist auch Vit. B12 verabreicht.
Folsäure ist enthalten in
- Leber.
- grünem Blattgemüse, z. B. Spinat.
- Milch.
Folsäure ist wichtig für
- Zellteilung.
- Entwicklung und Wachstum beim Embryo.
- Bildung der roten Blutkörperchen wie auch Vitamin B12.
Folsäure-Mangel tritt auf
- bei Alkoholmissbrauch.
- bei chronischen Lebererkrankungen.
- bei schweren Verdauungsstörungen.
- bei einseitiger Ernährung.
- in der Schwangerschaft (wegen des erhöhten Bedarfs).
- bei Einnahme bestimmter Medikamente (u.a. Krebsmittel).
Folsäure-Mangel führt zu
- Blutarmut (Anämie) (siehe auch Vitamin B12-Mangel).
- Zungenbrennen.
- in der Schwangerschaft: Fehlgeburt oder Fehlbildungen des Embryos (z. B. offener Rücken).
Folsäure-Überdosierung führt zu
- Schlaflosigkeit, Reizbarkeit.
Folsäure-Präparate existieren in Tablettenform oder als Injektionslösung.
Zudem ist meist fertige Säuglingsmilch mit Folsäure angereichert.
Autoren:
Christiane von der Eltz, Apothekerin
Dr. Regina Schick, Ärztin
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