Erektionsstörung als Warnzeichen für Herzinfarkt
Erektile Dysfunktion betrifft etwa 19 Prozent der 30- bis 80jährigen Männer. Ist sie bezüglich Sexualleben bestimmt nicht als Glücksfall zu bezeichnen, kann sie jedoch als frühes Warnzeichen, z. B. für gefäßschädigende Erkrankungen , angesehen werden und somit Leben retten. Denn 25 Prozent der Männer mit Erektiler Dysfunktion haben einen bislang unerkannten Diabetes , dem Herzinfarkt geht sie um fünf bis sieben Jahre voraus. So zeigen sich Gefäßerkrankungen und Diabetes oft zuerst als Erektionsstörung.Der Mann kann sich selbst überprüfen
Die Risikofaktoren, die eine Erektile Dysfunktion begünstigen, decken sich vollständig mit denen für Angina pectoris und Herzinfarkt :
- Bluthochdruck
- Erhöhte Blutfettwerte
- Rauchen
- übergewicht
- Bewegungsmangel
- sehr häufig Diabetes
Beim Arzt
Hier liegt eine große Chance: Durch Früherkennung der Anzeichen und die Beeinflussung der bestehenden Risikofaktoren lässt sich so mancher Herzinfarkt verhindern. Der Urologe z. B., der dem Mann ein Rezept für ein erektionsförderndes Präparat ausstellen soll, kann bei diesem mögliche kardiovaskuläre Hinweise erfragen und bei entsprechendem Verdacht den Patienten zum Kardiologen überweisen. Anders herum können Internisten, die kardiologisch oder diabetologisch tätig sind, auf die Erektile Dysfunktion eingehen.
Mit diesem Wissen kann der Mann mit Erektiler Dysfunktion beim nächsten Gesundheits-Check-up seine Herzinfarktrisiken überprüfen lassen, eine überweisung zum Kardiologen ansprechen bzw. einen Diabetestest machen lassen.
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MGO Rowena Grell
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