DEPRESSION | |||
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Bedeutet bedrückte Stimmung. Der Begriff "depressiv" bezeichnet Verschiedenes. Zum einen ist die Traurigkeit gemeint als "normale", d. h. angemessene Reaktion auf betrübliche oder entmutigende Anlässe (schwerer Verlust). Akute Trauer geht oft mit Beschwerden wie Kraftlosigkeit, Erschöpfung oder psychosomatischen Beschwerden wie Magen-Darm-Störungen einher. Zu den psychischen Reaktionen gehören auch emotionale Kühle oder Gereiztheit. Davon zu unterscheiden sind verschiedene Formen von Depressionen im Sinne einer Erkrankung. Ca. 15% der Bevölkerung leiden hin und wieder an leichteren Depressionen, während ungefähr 2 % von einer schweren melancholischen Depression (s. u.) betroffen sind. Frauen leiden etwas häufiger an Depressionen als Männer. Ursachen und Depressionstypen 1. Die organische oder symptomatische Depression Deren Ursache in einer körperlichen Veränderung liegt. Häufige Ursachen
2. Die reaktive Depression Die eine Überreaktion einer psychisch empfindlichen Person auf ein schlimmes Erlebnis ist. Eine solche abnorme Trauerreaktion kann über Monate und Jahre dauern. Die Betroffenen kapseln sich ab, werden passiv und interessenlos zum Teil auch verbittert und aggressiv. Oft leiden die Kranken unter erheblichen psychosomatischen Magen-Darm-Störungen. Alkohol- und Medikamentenmissbrauch sind nicht selten. Häufige Ursachen
3. Die neurotische Depression Man spricht auch von depressiver Persönlichkeitsstörung, weil es sich um eine mehr oder weniger das Leben des Betroffenen durchziehende Störung handelt. Depressiv-neurotische Menschen sind still und zurückhaltend und wirken gehemmt und bedrückt. Manche geben sich nach außen gelassen, andere eher missmutig und mürrisch. Ansonsten sind sie solide, fleißig und auf Unauffälligkeit bedacht. In schwierigen Situationen kann sich die Depression verschlimmern. Häufige Ursache sind Konflikte in der Kindheit, sei es, dass es an "Nestwärme" mangelte oder die Betroffenen übermäßig versorgt und verwöhnt wurden. In beiden Konstellationen wird der junge Mensch gehindert sich frei und unabhängig zu entwickeln. 4. Die melancholische Depression (früher: endogene Depression) ist eine schwere seelische Erkrankung und geht mit einer hohen Selbstmordrate einher. Die melancholische Gestimmheit hat nichts mit einer normalen Traurigkeit gemein. Die Betroffenen beschreiben ihren Zustand eher als gleichgültig, leer und ausgebrannt. Es ist gerade das Gefühl nicht fühlen und nicht trauern zu können, was die Kranken bedrückt und meist auch mit Angst erfüllt. Zudem ist die Gefühllosigkeit verbunden mit einer Antriebshemmung, welche die Kranken hindert selbst einfache Aufgaben zu erfüllen. Sie können sich zu nichts aufraffen, haben keine Initiative und keinen Elan, jede Tätigkeit wird zur Qual. Häufig ist die Stimmung morgens am schlechtesten und bessert sich im Verlauf des Tages. Oft ist die Haltung der Kranken schlaff und gebeugt und die Sprache leise und eintönig. Da es keinen äußeren Anlass für die Depression gibt, war früher der Begriff "endogen", was "von innen heraus" bedeutet, gebräuchlich. Manchmal wechselt sich die Depression mit ebenfalls unbegründeten oder überzogenen Hochstimmungen (Manien) ab. Die betroffene Person ist übermäßig aktiv, gut gelaunt und lebhaft. Man spricht dann von einer manisch-depressiven Erkrankung. Häufig kommt es zu einem periodischen Verlauf, bei dem sich manische, depressive und "normale" Phasen abwechseln. Häufige Ursachen
5. Die saisonale Depression oder Winterdepression ist eine leichte Form der depressiven Verstimmung, die eine Reaktion des Körpers auf die dunkle, kalte Jahreszeit sein kann. Häufige Ursachen
Was Sie tun können
Wann Sie zum Arzt müssen Wenn Sie merken, dass sie mit Ihrer Trauer nicht mehr alleine fertig werden. Was Ihr Arzt tun kann
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