BURNOUT | |||
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Burnout-Betroffene sind häufig diejenigen, die lange Zeit besonders positiv auffallen, denn sie zeigen sich motiviert, aktiv, flexibel, anpackend, kreativ, engagiert. Jederzeit einsatzbereit, freiwillige Mehrarbeit ist für sie selbstverständlich. Persönliche Bedürfnisse und soziale Kontakte werden auf das Nötigste beschränkt. Zeit für Entspannung und Erholung scheinen sie nicht zu brauchen. Doch eines Tages ist Schluss damit, sie sind ausgebrannt: Burnout (engl.: to burn out = ausbrennen). Die berufliche Überbeanspruchung geht in gemütsmäßige und körperliche Erschöpfung, innere Distanzierung und schließlich Leistungsabfall über. Einher gehen psychosomatische Reaktionen wie Herz-Kreislauf-Probleme, Magen-Darm-Störungen, Tinnitus und Hörsturz, Verspannungen, Bandscheibenvorfälle, Abwehrschwäche bis hin zu Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Suizidneigung. Häufige Ursachen
Warnende Symptome
Was Sie tun können Gesunde und geordnete Lebensführung: ausreichend Schlaf und Erholung, ausgewogene und regelmäßige Ernährung, körperliche Aktivität und soziale Kontakte Arbeitsplatzsituation klären: Erwartungshaltung relativieren, Überforderung vermeiden, Unterstützung durch Vorgesetzte fordern, Zeitmanagement erlernen, Unzufriedenheit klären, Probleme ansprechen Engagement regulieren: Einsatz wohl dosieren und damit die Kräfte langfristig schonen. Arbeitszeiten wie auch Pausen einhalten, vermehrtes Engagement hinterfragen (möchte man sich oder anderen etwas beweisen, Angst vor Arbeitsplatzverlust, braucht man Bestätigung, glaubt man, alles besser machen zu können etc.) Beruf hinterfragen: klären, ob der jetzige Beruf tatsächlich dem entspricht, was man machen möchte, oder ob man nur "hineingerutscht" ist oder gar hineingezwungen wurde. Selbsteinschätzung prüfen: Sind die Ansprüche, die man an sich selbst stellt, zu hoch? Lebt man eigentlich noch nach den eigenen Werten oder versucht man permanent, es allen anderen recht zu machen? Entspannung erlernen: Autogenes Training, Yoga, Qi Gong, Atemtherapie, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson Regelmäßig Wellness: Schulter- und Nackenmassagen, Kneippsche Anwendungen, medizinische Bäder, Rolfing, Sauna, Bürstenmassagen und Wechselduschen Körperlich aktiv sein: keine stoßweise Überaktivität, sondern regelmäßige körperliche Aktivität in vernünftigem Maße wie Gartenarbeit, Nordic Walking, Wandern, Fahrradfahren, Schwimmen, Gymnastik Genussmittel reduzieren: Alkohol und Kaffee in Maßen, Nikotin meiden Hobbys betreiben: gedanklich mal mit etwas anderem als dem Job befassen Kontakte pflegen: zwischenmenschliche Beziehungen auf jeder Ebene schützen vor dem "Ausbrennen" Wann Sie zum Arzt müssen
Was der Arzt tun kann Phytotherapie: Die Vorschläge des Arztes richten sich nach dem Beschwerdebild, mehr erschöpft-resigniert oder gar deprimiert, mehr unbestimmt-ängstlich oder konkret furchtsam, mehr angespannt oder apathisch, mehr rein seelisch oder überwiegend psychosomatisch (Seelisches äußert sich körperlich) usw. Zum Einsatz kommen Pflanzenheilmittel wie das stimmungsstabiliserende Johanniskraut, beruhigende Baldrian-, Hopfen-, Melisse- und Passionsblume-Präparate. Physikalische Behandlungsmaßnahmen: Massagen, Physiotherapie, Gymnastik, Kneippsche Anwendung, medizinische Bäder Pharmakotherapie: zeitlich begrenzt Beruhigungs- und Schlafmittel, eventuell niederpotente Neuroleptika und Antidepressiva Psychotherapie: Betreuung durch Psychiater, Nervenarzt oder Psychologe mit therapeutischer Ausbildung können den Hintergrund der Neigung zu Überforderung aufdecken. Empfehlungen aus Verhaltenstherapie, z. B. die Umverteilung der Energien vom Berufs- auf den bisher vernachlässigten Freizeitbereich und Zeitplanung (Tages- und Wochenpläne) mit genauer Aufteilung von aktiven und passiven Freizeitphasen. Vorbeugung
Autor: Rowena Grell, MGO |



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