Cholesterinspiegel - Erhöhte Blutfettwerte

 

Cholesterin und die Triglyceride gehören zu den Lipiden (Blutfetten). Cholesterin ist einerseits lebenswichtig für den Aufbau der Zellen, sowie der Bildung von Hormonen und Gallensäuren, andererseits kann es sich in einer bestimmten Zusammensetzung - dem sogenannten LDL-Cholesterin - an den Gefäßinnenwänden ablagern und zur Verengung der Gefäße führen. Bei der Vorbeugung solcher Gefäßerkrankungen und ihren Folgen, z.B. Bluthochdruck, spielt das Cholesterin aus der Ernährung deshalb eine wichtige Rolle.

 

Aus der Nahrung nimmt der Körper täglich 200-800mg Cholesterin auf. Außerdem produziert der Körper selbst ca. 1000 - 1500mg Cholesterin pro Tag.

Bei einer erhöhten Cholesterinzufuhr von außen wird Cholesterin in den Blutgefäßen abgelagert und bildet dann einen Risikofaktor für Arteriosklerose und damit auch für hohen Blutdruck und für Herzerkrankungen wie Herzinfarkt, Herzschwäche.

 

Der Cholesterinspiegel wird im Blut gemessen. Man spricht von einem erhöhten Cholesterinspiegel bei einem Wert über 220mg/100ml. Erhöhte Cholesterinwerte müssen nicht unbedingt ernährungsbedingt sein. Auch angeborene Störungen des Cholesterinstoffwechsels können zu erhöhten Werten führen. Außerdem ist der Cholesterinwert in der Schwangerschaft erhöht.

 

Cholesterin ist nur in tierischen Produkten enthalten, z.B. in:

  • Eigelb
  • Butter und anderen tierischen Fetten

 

Erhöhter Cholesterinspiegel ensteht durch


Maßnahmen zur Regulation des Cholesterinspiegels

  • Reduzierung des Körpergewichtes.
  • Ernährungsumstellung: Konsum von tierischen Fetten und Eigelb reduzieren, vor allem pflanzliche, ballaststoffreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen. Fisch kann weiterhin genossen werden.
  • Möglichst oft tierische Fette gegen pflanzliche Fette ersetzen (z.B. Margarine statt Butter verwenden).
  • Verstärkt ungesättigte Fettsäuren mit der Nahrung aufnehmen um den Cholesterinwert zu senken und die Fließeigenschaft des Blutes zu verbessern. (z.B. Distelöl, Olivenöl oder Kaltwasserfisch).
  • Die in Kaltwasserfisch enthaltenen mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) gibt es auch in Form von Fischölkapseln zum Einnehmen.
  • Eine  weitere Omega-3-Fettsäure, die alpha-Linolensäure (ALA) findet sich besonders in Raps-, Soja-, Perilla- und Leinöl sowie in Walnüssen/Walnussöl. Diese alpha-Linolensäure kann vom Körper in die biologisch besonders aktive EPA und DHA umgewandelt werden. Das passiert allerdings nur in geringem Maß. Auch hier gibt es Kapselpräparate zum Einnehmen.
  • Zur Unterstützung diätetischer Maßnahmen bei erhöhten Blutfettwerten sind auch hochdosierte Knoblauchpräparate als pflanzliche Lipidsenker wirksam.
  • Die pflanzliche Substanz Sitosterin (z.B. als Kapseln, Granulat) verringert die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung.

 

 

Wann Sie zum Arzt müssen


Wenn Sie Ihren Cholesterinwert vom Arzt testen lassen wollen oder wenn bei einem Test festgestellt wurde, dass Ihr Wert zu hoch ist.

 

Wie behandelt der Arzt die Gründe des erhöhten Cholesterinspiegels?


In der Regel wird der Arzt mit Ihnen eine Ernährungsumstellung besprechen oder sogar eine Diät empfehlen. Die Einnahme von pflanzlichen Präparaten kann die Therapie unterstützen. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, wird der Arzt die Behandlung mit chemischen Lipidsenkern fortsetzen.

 

Prävention der Schäden eines zu hohen Cholesterinspiegels

  • Ab ca. 20 Jahren sollten Sie regelmäßig Ihre Cholesterinwerte testen lassen.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung! Erhöhter Cholesterinspiegel ist oft hausgemacht.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport und vermeiden Sie Übergewicht.

 

 

aktualisiert 01/2012 ER-pg