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Häufigste Ursachen, was Sie tun können, wann Sie zum Arzt müssen, Vorbeugung.
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ARTHROSE - GELENKSCHMERZEN




Arthrose bezeichnet den Verschleiß der Gelenke. Jedes Gelenk ist von einer schützenden Knorpelschicht überzogen, die verhindert, dass Knochen auf Knochen reibt und Belastungen abpuffert. Bei einer Arthrose ist dieser Knorpel beschädigt. Wenn die Erkrankung fortschreitet, geht die schützende Schicht irgendwann ganz verloren. Zerstörter Knorpel ist nicht in der Lage, sich wieder zu regenerieren. Das ist auch der Grund, warum Verletzungen des Gelenks, bei denen der Knorpel in Mitleidenschaft gezogen ist, zu einer vorzeitigen Arthrose führen können. Durch den Verschleiß wird der Knochen zunehmend überlastet. Er reagiert darauf mit der Neubildung von Knochensubstanz, was zu Verdichtungen und Ausziehungen rund um die betroffenen Abschnitte führt.

Symptome der Arthrose sind starke Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Typisch sind Beschwerden zu Beginn einer Bewegung (sog. "Anlaufschmerz") und unter Belastung. Sie  verschlimmern sich bei kaltem oder feuchtem Wetter. In der Regel schmerzt ein Arthrosegelenk nicht in Ruhephasen oder nachts.

Betroffen sind insbesondere Wirbelsäule, Hüfte, Knie und die Finger. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Entzündungsschüben mit weiterer Bewegungseinschränkung sowie Schwellungen und Spannungsgefühlen kommen. Auf Dauer verformen sich die Gelenke.

50% aller Menschen ab dem 35. Lebensjahr zeigen bereits arthrotische Veränderungen und vom 60. Lebensjahr an haben fast alle Menschen eine mehr oder minder ausgeprägte - oft kaum spürbare- Arthrose.

 

Häufige Ursachen

  • Knorpelverschleiß mit zunehmendem Alter.
  • Übergewicht.
  • Wiederholte und starke mechanische Belastung.
  • Zurückliegende Verletzungen.
  • Fehlstellungen der Gelenke.
  • Genetische Faktoren (Vererbung).
  • Stoffwechselstörungen.

 
Was Sie tun können

  • Übergewicht reduzieren.
  • Ausreichend und regelmäßige gelenkschonende Bewegung, z. B. Fahrradfahren oder Schwimmen.
  • Starke einseitige Belastungen und Überbelastungen der Gelenke vermeiden.

 

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn Sie immer wieder unter Schmerzen in den Gelenken leiden, die sich nach kurzer Bewegungsdauer bessern, insbesondere wenn das betroffene Gelenk schon einmal verletzt war und/oder Sie übergewichtig sind.
  • Wenn ein Gelenk anschwillt und/oder überwärmt ist.

Was Ihr Arzt tun kann

Schon die genaue Schilderung Ihrer Beschwerden kann auf eine Arthrose hindeuten. Die wichtigste Untersuchung zur Sicherung der Diagnose ist das Röntgen. Hier zeigt sich der verschmälerte Spalt im Gelenk als Folge des beschädigten Knorpels. Im fortgeschrittenen Stadium sind auch die Knochenreaktionen (Verdichtungen, Ausziehungen) erkennbar. Die sichtbaren Veränderungen müssen aber keinesfalls mit den tatsächlichen Beschwerden im Zusammenhang stehen. So können schon bei geringen Arthrosezeichen im Röntgenbild stärkste Schmerzen vorliegen und umgekehrt.
Arthrose ist leider nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzen zu lindern und Entzündungsschübe zu verhindern. Dazu werden verordnet:

  •  Antirheumatische Medikamente (z.B. Diclofenac, Coxibe)
  • Schmerzstillende Medikamente (z.B. Ibuprofen)
  • Cortison-Präparate, häufig auch als Injektion in das betroffene Gelenk.
  • Injektionen von Hyaluronsäure in das betroffene Gelenk.
  • Wärmeanwendung im entzündungsfreien Zeitraum, Kälte bei Entzündungen.
  • Physiotherapie

Bei fortgeschrittener Arthrose sind operative Eingriffe meist unumgänglich. Im Kniegelenk werden häufig Spiegelungen (Arthroskopien) durchgeführt, bei denen das Gelenk gespült und damit von abgeriebenen Knorpel- und Knochenteilchen gereinigt wird. Gleichzeitig ist eine Glättung der Gelenkoberfläche möglich. Liegen Fehlstellungen der Gelenke wie X- oder O-Beine vor, gib es die Möglichkeit der operativen Korrektur, was das Fortscheiten der Arthose verhindern kann. Ist das Gelenk völlig zerstört, bleibt nur der Ersatz durch eine Prothese. Am häufigsten wird dieser Eingriff an der Hüfte durchgeführt, gefolgt von Kniegelenksprothesen.
 

Vorbeugung

  • Übergewicht reduzieren.
  • Ausreichend und regelmäßige Bewegung.
  • Einseitige Belastung vermeiden. Wiederholte und starke mechanische Belastung vermeiden.
  • Es gibt Hinweise, dass eine gesunde Ernährung das Risiko mindert, an einer Arthrose zu erkranken.

 

Autorin:

Petra Christ, Apothekerin

aktualisiert: Dr. Anja Braunwarth, 20.02.2008





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