Behandlung von Arthritis









Diagnose von Arthritis

Eine Arthritis wird vom Arzt bereits anhand der Symptome und nach der Untersuchung des betroffenen Gelenks vermutet. Zur Sicherung der Diagnose folgen Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren wie Sonografie, Röntgen oder Magnetresonanztomografie (MRT). Bei Verdacht auf eine bakterielle Arthritis sollte das Gelenk punktiert und die Gelenkflüssigkeit untersucht werden.


Ärztliche Behandlung von Arthritis

Die ärztliche Behandlung von Arthritis erfolgt in der Regel durch einen - häufig ambulanten - chirurgischen Eingriff. Bei einer bakteriellen (eitrigen) Arthritis wird das Gelenk üblicherweise operativ eröffnet und chirurgisch versorgt. Bei großen Gelenken erfolgt eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie). Dabei wird das entzündete Gelenk gespült und gereinigt. Das entzündete Gelenkmaterial wird – mitunter zusammen mit der Gelenkschleimhaut – entfernt.
Die früher häufig eingesetzte Saug-Spül-Drainage wird in der modernen Medizin nicht mehr angewendet. Vielmehr sind heute regelmäßige Spülungen per Arthroskopie mit antibiotischer Lösung alle zwei Tage Methode der Wahl. Gleichzeitig bekommen die Patienten Antibiotika (vor allem Cephalosporine und Penicillin), zunächst über eine Infusion, später als Tabletten oder Saft zum Einnehmen.
Schmerzen werden üblicherweise mit nicht-steroidalen Entzündungshemmern wie Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen behandelt. Mitunter werden auch entzündungshemmende Kortisonpräparate eingesetzt.
Informationen über die Therapie von Rheumatoider Arthritis finden Sie unter Behandlung von Rheumatoider Arthritis.


Selbsthilfe bei Arthritis

Entzündete Gelenke sollten nicht übermäßig belastet werden. Vermeiden Sie extreme und gelenkbelastende Sportarten wie Gewichtheben, Hand- und Fußball oder Tennis.

Nahrungsergänzungsmittel mit Chondroitin oder Glucosamin wie auch Medikamente mit den Wirkstoffen der Grünlippmuschel oder Hyaluronsäure können den Heilungsprozess bei Arthritis unterstützen.

Informationen zur Selbsthilfe bei Rheumatoider Arthritis lesen Sie unter Behandlung von Rheumatoider Arthritis.


Vorbeugung bei Arthritis

Nach einer abgeklungenen Arthritis ist es vorteilhaft, die Gelenke zu bewegen. Dafür sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Aquagymnastik oder Walken sowie regelmäßige Spaziergänge zu empfehlen. Des Weiteren gilt:

  • Achten sie auf ein normales Körpergewicht. Übergewicht kann die Gelenke schmerzhaft belasten und sollte deshalb vermieden bzw. abgebaut werden. Unter Übergewicht abbauen finden Sie zahlreiche Empfehlungen, wie Sie überflüssige Pfunde nachhaltig loswerden.

 

  • Ebenfalls wichtig ist die richtige Ernährung bei Arthritis. Sie sollte abwechslungs- und vitaminreich sein. Vor allem die ausreichende Versorgung mit den Vitaminen B und E (vor allem in Hefe, Milch- und Milchprodukten, Fisch, Innereien, Obst und Gemüse) ist bei Gelenkbeschwerden wichtig.

 

  • Der Aminozucker Glucosamin ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Gelenkknorpels und der Gelenkschmiere. Nahrungsergänzungsmittel mit Glucosamin können die Gelenke schützen und das Bindegewebe stärken und so einer Arthritis vorbeugen.

 

  • Ein gesundes körpereigenes Immunsystem ist leistungsfähig und schützt Sie vor Infekten. Informationen dazu lesen Sie unter Immunsystem stärken.

 

  • Versuchen Sie, Stress zu vermeiden. Hilfreich ist es, dazu Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga oder Qi Gong zu erlernen. Tipps und Informationen bekommen Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Volkshochschulen.

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin

Überarbeitet: 02/13 Charly Kahle