KrankheitenRehaklinikenLinks
VOLLTEXTSUCHE



GESUNDHEITSRATGEBER
Häufigste Ursachen, was Sie tun können, wann Sie zum Arzt müssen, Vorbeugung.
    alphabetisch
    thematisch
GesundheitsLetter
THEMEN
Ernährung
Hausapotheke
Impfen
Naturheilverfahren
Reisemedizin
Schmerz
Selbsttest
Teenager
Vorsorgeuntersuchungen
SUCHE
Gesundheitsberufe
Arztpraxis
Krankenhaus
Krankenkasse
Apotheke
Gesundheitssport
Selbsthilfegruppen
Pharmafirmen A-Z
ÜBER UNS
Über uns
Kontakt
Impressum
Datenschutz

RHEUMATISCHE BESCHWERDEN - ARTHRITIS




Rheuma ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen unterschiedlicher Ursache, die oft auch unterschiedlich behandelt werden müssen. Allen rheumatischen Erkrankungen ist eines gemeinsam: Sie betreffen das Binde- und Stützgewebe des Bewegungsapparates und häufig auch innere Organe (z.B. Herz, Gefäße, Lunge, Leber, Darm). Man unterscheidet entzündliche oder durch ständige Abnutzung (degenerativ) bedingte Rheumaarten. Bei einigen Rheumaformen steckt eine sog. Autoimmunreaktion des Körpers dahinter. Man versteht darunter, dass der Körper selbst Abwehrstoffe gegen körpereigenes Eiweiß bildet. Bestimmte Antikörper, die im Blut nachgewiesen werden können, heißen Rheumafaktoren.

 

Man unterscheidet folgende Erkrankungstypen:

  1. Weichteilrheumatismus: Muskeln, Bänder, Sehnen und Schleimbeutel sind schmerzhaft verändert.

  2. Degenerativ-rheumatische Erkrankungen z.B. Arthrose. Durch Abnutzung kommt es zu Verschleißerscheinungen an den Gelenken, diese schwellen an und schmerzen und werden im weiteren Verlauf in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt.

  3. Entzündliche Rheumaformen: rheumatisches Fieber oder chronische Arthritis. Beide Erkrankungen sind Autoimmunerkrankungen, es kommt zu Entzündungen der Gelenke mit Schmerzen, Schwellungen und Steifheit. Bei beiden Erkrankungen können auch innere Organe betroffen werden.

 

Nur der Weichteilrheumatismus - und auch nur bei leichten Verlaufsformen - ist für eine Selbstbehandlung geeignet. Deshalb sollen hier ausschließlich Erkrankungen dieses Bereiches angesprochen werden.

 

Beim Weichteilrheumatismus besteht meistens Dauerschmerz von wechselnder Stärke, der meist morgens ausgeprägt ist, dann schwächer wird, bei körperlicher Ermüdung aber sofort wieder auftritt. Weichteilrheumatismus tritt am häufigsten in der Schulter-Nacken-Arm-Region und, von der Hüfte ausgehend, an der Außenseite der Schenkel auf. Weitere Erkrankungen, die zum Weichteilrheumatismus zählen, sind das Schulter-Arm-Syndrom und der Tennisarm sowie die Schleimbeutel- und Sehnenscheidenentzündung. Diese Erkrankungen werden unter dem Stichwort Sehnenscheidenentzündung beschrieben.

 

Häufige Ursachen für Weichteilrheumatismus

  • Abnutzung.
  • Kälte.
  • Falsche Haltung.
  • Überbeanspruchung.
  • Einseitige Beanspruchung.
  • Verspannung durch seelische Probleme oder Stress.

 

Was Sie tun können

 

1. Wärmeanwendung:

  • Heiße Rheumabäder nehmen (Temperatur mindestens 35°C).
  • Fango- oder Moorpackungen (Temperatur mindestens 42°C).
  • Rotlicht, je heißer, desto besser.

2. Massagen:

  • Muskel- oder Bindegewebsmassage beim Krankengymnasten.
  • Massage mit elektrischen Impulsen, entsprechende Geräte sind in der Apotheke erhältlich.

 

3. Äußerliche Medikamente:

  • Wärmewirksame Rheumasalben, z.B. mit Rosmarin, Bienengift, spanischem Pfeffer oder ätherischen Ölen. Die Wirkung beruht auf besserer Durchblutung durch Erwärmung.
  • Schmerzstillende, entzündungshemmende Rheumasalben, z.B. mit Arnika, Belladonna, Salicylsäure, Ibuprofen.
  • Durchblutungsfördernde Heparinsalben für empfindliche Patienten, die die wärmewirksamen Rheumasalben als unangenehm empfinden.

 

4. Innerliche Medikamente:

  • Leichte Schmerzmittel, die gleichzeitig entzündungshemmend wirken (z.B. Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen) einnehmen. Schmerzmittel dürfen nur kurzfristig eingenommen werden, keinesfalls als Daueranwendung. Ein Abklingen der Schmerzen kann bereits wesentlich dazu beitragen, dass sich Verspannungen und Verkrampfungen lösen.
  • Zusätzliche innere Therapien können entzündungshemmend, schmerzlindernd und vorbeugend die anderen Maßnahmen unterstützen: z.B. Enzympräparate (Enzymtherapie), Vitamin B- oder Vitamin E-Präparate, pflanzliche Kombinationen und homöopathische Arzneimittel.

 

Wann Sie zum Arzt müssen

Wenn die Beschwerden nicht abklingen oder immer wieder auftreten.

 

Was Ihr Arzt tun kann

  • Sichern der Diagnose, Abgrenzen von anderen rheumatischen Erkrankungen. Ausschluss von Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenvorfall usw.
  • Der Arzt kann ein für Sie geeignetes Behandlungsprogramm mit verschiedenen Therapieformen (z.B. Krankengymnastik + Reizstrom + entzündungshemmende Medikamente) entwickeln.
  • Gegen die Schmerzen kann er Ihnen ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (z.B. mit  Diclofenac oder mit Coxiben) verordnen, das Ihnen helfen soll, die schmerzhaften Gelenke zu bewegen damit nicht noch zusätzliche Verspannungen auftreten.

 

Vorbeugung

  • Kälte und Zug an rheumaempfindlichen Stellen meiden.
  • Bei Stress möglichst nicht verspannen. Eventuell vorbeugend ein Entspannungs- oder Rheumabad nehmen oder Lockerungsübungen machen.
  • Einseitige Belastung und Überbeanspruchung der rheumaempfindlichen Stellen vermeiden.
  • Übergewicht reduzieren, um die Muskeln und Gelenke nicht zusätzlich zu strapazieren.

 

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin



BILDER ZUM TEXT


Gerade Haltung beim Sitzen,
Stehen und Laufen entlastet
die Wirbelsäule


Wer noch helfen kann

 

Deutsche Rheuma-Liga

Bundesverband e.V.

Maximilianstr. 14

53111 Bonn

Tel. 0228 766060

 

Weitere Informationsquellen:

 

Redaktionelle Beiträge:

 

Power für Muskel und Gelenke


 Impressum     © 2010 by Medizinische Medien Information GmbH
BROSCHÜRENSERVICE

Die aktuelle
Broschüre zum Thema
Bärenstark bei Durchfall


PREISVERGLEICH PILLE


Möchten Sie wissen, ob es für Ihre Einphasen-Pille eine preislich günstigere Alternative gibt?

Meine Pille heißt:




Cholesterinbewusst leben

Viele Infos und leckere Rezepte für Rohkost und Lachs

APOTHEKEN-RATGEBER

Hausapotheke
Tipps zur
Selbsthilfe
Unser Buchtipp

Ein aktueller Wegweiser durch die rationale Pflanzenheilkunde.

Jetzt für nur 7,90 Euro versandkostenfrei bestellen.

SELBSTTEST