Brustdrüsenentzündung

Unter einer Brustdrüsenentzündung (Mastitis) versteht man eine Rötung und Schwellung der Brustwarze oder des Milchdrüsengewebes. Häufig ist die Brustdrüsenentzündung mit Druckempfindlichkeit, Schmerzen und Fieber verbunden. Außerdem kann die Brust warm oder sogar heiß werden und Sekret absondern. Meist tritt eine Brustentzündung in der Stillzeit auf. Dabei kann es auch zu einem Milchstau kommen. Gelegentlich kommt es auch im Rahmen einer Brustkrebserkrankung zu entzündliche Veränderungen der Brust.

 

Häufige Ursachen

Beim Stillen gelangen Keime vom Mund des Säuglings über kleine Risse in der Brustwarze in die Brust. Dies passiert häufig in den ersten Wochen nach der Geburt.
Selten können Hormonstörungen oder gutartige Zysten oder Schwellungen und Knötchen des Brustdrüsengewebes zu einer Brustentzündung führen.

 

Was Sie tun können

Nach behutsamen Leerpumpen die Brust zur Ruhigstellung hochbinden.
Die Brust kühlen, z. B. durch Umschläge mit Alkohol, essigsaurer Tonerde oder Quark. Eventuell auflegen eines Eisbeutels.
Eine entzündungshemmende Brustwarzensalbe auftragen.
Bei einer leichten Brustentzündung kann nach vorübergehendem Verwerfen der abgepumpten Milch weiter gestillt werden. In schweren Fällen sollte jedoch abgestillt werden (Keimbelastung / Antibiotikabelastung) für das Kind.
Geringe Flüssigkeitsaufnahme.

Wann Sie zum Arzt müssen

Sobald Verdacht auf eine Brustdrüsenentzündung besteht, auch um festzustellen, ob eine Zyste oder andere Erkrankungen dahinter stehen.

 

Was Ihr Arzt tun kann

Bei fortgeschrittenen oder schweren Brustentzündungen im Kindbett sind zusätzlich Antibiotika notwendig.
Auch bei Brustentzündungen unabhängig von einer Entbindung können Antibiotika und andere Medikamente erforderlich sein.
Selten muss durch Einschneiden ein Abfluss für den Eiter ermöglicht werden.

 

Vorbeugung

Den Säugling am Anfang nicht zu lange an einer Seite saugen lassen, damit sich keine Risse an der Brustwarze bilden.
Intensive Hygiene und Pflege der Brust mit speziellen entzündungshemmenden, schützenden Cremes oder Ölen.

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin



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