Zucker süß: Zuckerersatzstoffe - die süße Alternative
Süßstoffe sind als Tabletten, Flüssig- und Streusüße im Handel erhältlich. In der Zutatenliste sind sie auch anhand ihrer E-Nummer erkennbar.- Acesulfam-K (E 950)
- Aspartam (E 951)
- Aspartam-Acesulfamsalz (E 962)
- Cyclamat (E 952)
- Neohespiridin DC (E 959)
- Saccharin (E 954)
- Sucralose (E 955)
Eine Süßstofftablette entspricht einem Teelöffel Zucker. Ein Teelöffel Flüssigsüße entspricht der Menge von vier gehäuften Esslöffeln Zucker oder Zuckeraustauschstoffen. Außer Aspartam können Sie alle Süßstoffe zum Backen und Kochen verwenden. Mit Süßstoff hergestellte Speisen können eingefroren werden, die Süßkraft bleibt dabei erhalten.
Tipp: Um voluminöse Kuchenteige herzustellen, können Sie flüssigen Süßstoff und Zucker im Verhältnis 50:50 verwenden.
Tageshöchstmenge
Für die Verwendung von Süßstoffen gibt es einen Richtwert, die so genannte Tageshöchstmenge (ADI-Wert in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht):
- Acesulfam K bis 15 mg pro kg/Körpergewicht
- Aspartam bis 40 mg pro kg/Körpergewicht
- Cyclamat bis 7 mg pro kg/Körpergewicht
- Neohesperidin DC bis 5 mg pro kg/Körpergewicht
- Saccharin bis 5 mg pro kg/Körpergewicht
Süßstoffe und Krebsdiskussion
Auslöser für die Krebsdiskussion in den 1970er Jahren war das Ergebnis einer Studie, in der die überdosierung mit dem Süßstoff Cyclamat bei Ratten Blasenkrebs hervorgerufen hatte, allerdings unter unrealistischen Versuchsbedingungen. Aspartam geriet im Juli 2005 in die Schlagzeilen, nachdem die in Italien ansässige Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltforschung 'Bernardo Ramazzini' (Fondazione Europea di oncologia e scienze ambientali 'Bernardino Ramazzini') die Ergebnisse einer Studie mit Mäusen veröffentlicht hatte, in der ein direkter Zusammenhang zwischen der Einnahme des Süßstoffs und der Erkrankung an Krebs belegt wurde. Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde kündigte eine genaue Begutachtung an, wollte aber nicht einen generellen Verzicht auf Aspartam empfehlen.
Ausführliche Informationen zu Süßstoffen finden Sie auf der Website des Süßstoffverbandes .
Natürlicher Zuckerersatz
In vielen Ländern der Welt wird anstelle von Zucker die um ein Vielfaches stärkere Süßkraft verschiedener Pflanzen genutzt.
Luo Han Guo (auch Luahanguo, Luo Han Kao oder Lo Han Kao, auch Arhat), gesprochen "Lo-hang-dscho", ist die süße Frucht der aus China stammenden Pflanze Siraitia grosvenori. Der Fruchtextrakt ist fast 300-mal so süß wie Zucker und wird bereits seit 1000 Jahren in China als natürlicher Süßstoff und als Heilpflanze in der chinesischen Medizin verwendet. Luo Han Guo enthält fast keine Kalorien (2,3 kJ pro g) und ist zum Süßen von Speisen, Kochen und Backen geeignet.
Stevia (Stevia revaudiana) ist auch unter der Bezeichnung Süßkraut, Süßblatt oder Honigblatt bekannt. Die Pflanze stammt aus Südamerika und wird dort wie auch in Asien als Süßstoff (Steviosid) für Speisen und Getränke verwendet. Stevia enthält viele Mineralstoffe, jedoch keine Kalorien, ist bis zu 300-mal süßer als Zucker und fördert Karies nicht. Stevia ist jedoch in Deutschland und der EU nicht als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, aber in Deutschland erhältlich z. B. in Apotheken unter den Pharmazentralnummern: Stevia-Kraut PZN 188 1698 und Steviosid PZN 188 1681.
Thaumatin (E 957) ist ein natürlicher Eiweißstoff und wird aus den Samenkapseln der westafrikanischen Katemfe-Pflanze (Thaumatococcus danielli) gewonnen. 2000- bis 3000-mal so süß wie Zucker wird Thaumatin in Süßwaren auf Kakao- oder Trockenfruchtbasis, in Diät- und Nahrungsergänzungsmitteln sowie in Kaugummi verwendet. Aufgrund des Lakritze-artigen Nachgeschmacks wird Thaumatin auch als Geschmacksverstärker eingesetzt.
Die Verwendung von Zuckerersatzstoffen in Ihrer Ernährung, z. B. in Ihren Weihnachtsplätzchen, Ihrem Stollen oder einer süßen Nachspeise, kann eine fettarme und gesundheitsbewusste Vollwerternährung ergänzen, so dass Ihnen der Genuss süßer Leckereien erhalten bleibt.
Hauptsächlich für Diabetiker finden sich auf www.diabetes-world.net und www.diabetes-austria.com viele Hinweise zur süßen zuckerfreien Ernährung.
MGO Rowena Grell
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