Zucker süß: Die süße Verführung: Zucker

Wenn man in die Entstehung der Welt zurückschaut, wird deutlich, warum Süßes solche Anziehungskraft besitzt. Mensch und Tier benötigen Energie für das Leben. Also muss ein energieerzeugendes Nahrungsmittel, wie Kohlenhydrate, gut schmecken. Gut schmeckt uns Süßes, wie Früchte und Honig. Zucker schmeckt ebenfalls süß und ist, genauso wie Stärke und Ballaststoffe, ein Kohlenhydrat, das im Körper auch in Energie umgewandelt wird. Unser Bedarf an Energiezufuhr steigt, je mehr Energie wir verbrauchen. So der gesunde Ursprung.




Luftikus Zucker

Zucker ist ein schnell verwertbares Kohlenhydrat und erzeugt enorm hohe Blutzuckerspitzen. Dies veranlasst unsere Bauchspeicheldrüse zu einer überstarken Produktion von Insulin, das dem Zucker den Eintritt ins Zellinnere ermöglicht. Der Energieschub flacht allerdings genau so schnell ab, wir haben erneut ein Hungergefühl und greifen oft - unvernünftigerweise - wieder zur zuckerhaltigen Nascherei. Abermals werden große Mengen Insulin zur Verfügung gestellt. über die Jahre hinweg, nach entsprechender Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse, kann sich der so genannte Altersdiabetes ( Diabetes Typ II ) entwickeln. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel "Mit Heißhunger geboren - Schwangerschaftsdiabetes" .



Tipp: Statt Schokoriegel getrocknete Aprikosen naschen. Die enthalten neben Fruchtzucker auch Stärke für die Langzeitenergie, der Zucker wird im Verdauungsprozess verzögert und gleichmäßiger an das Blut abgegeben.




Naschen als Liebesersatz


Naschen heißt, sich verwöhnen, es sich gut gehen lassen - lieb zu sich sein. So verbinden wir Süßes mit etwas Angenehmen wie einer Pause bei körperlich anstrengender Tätigkeit, Entspannung von Stress, Aufhellung von schlechter Stimmung, Genuss und Freude, in der Bahn, beim Autofahren, vor dem Fernseher - überall und immer. Denn im Verdauungsprozess wird neben der Energie auch das stimmungsaufhellende Hormon Serotonin erzeugt. Jedoch hält auch das Gute-Laune-Gefühl nicht lange an.


Nehmen wir mehr Kohlenhydrate zu uns, als wir an Energie verbrauchen, zum Beispiel als Süßigkeit zwischendurch etwa aus Gewohnheit, aus Hunger oder zum Trost, kann übergewicht die Folge sein. Nach dem Energieerhaltungsgesetz: Unser Körper wandelt die nicht verbrauchte Energie unter anderem in Fett um, damit sie in mageren Zeiten wieder zur Verfügung steht.


Bei regelmäßigem Zuckerkonsum ist häufig auch Karies die Folge, von dem in unseren Breiten fast jeder Mensch mehr oder weniger häufig betroffen ist. Eine über den Tag verteilte Dosis eines zuckerhaltigen Erfrischungsgetränkes erhöht das Kariesrisiko schon beträchtlich.



Wenn Sie der Heißhunger packt


Auch bestimmt das Angebot unsere Nachfrage. Heißhunger auf Schokolade haben wir, wenn wir wissen, wir kommen ganz bestimmt an diese zart schmelzende Süßigkeit heran. Haben wir nur Karotten im Haus, sind wir absolut fähig, unseren Bedarf über eine Karotte zu erfüllen. Probieren Sie es aus, beobachten Sie sich! Es wird Sie amüsieren, wie manipulierbar wir sind.



Tipp: Sich ganz bewusst die Frage stellen: "Warum will ich jetzt einen Schokoriegel?" Aus Gewohnheit? Jede schlechte Gewohnheit können Sie in eine förderliche umwandeln. Naschen Sie aus Hunger? Dann greifen Sie lieber zu Obst und Vollwertkost. Oder zum Trost? Dann atmen Sie tief durch und machen Sie etwas, das Ihnen wirklich gut tut. Ganz sicher bringt jede Hinterfragung eine andere Antwort als den Schokoriegel, das Eis oder die Limonade.




Zucker und Zuckeraustauschstoffe


In unseren Lebensmitteln kommt Zucker (auch erkennbar an der Endung -ose) in vielen Formen vor, zum Beispiel als:


  • Fruchtzucker (Fruktose, Lävulose)
  • Haushaltszucker (Saccharose)
  • Honig (Invertzucker, Saccharose)
  • Invertzucker (Glukose, Fruktose, Oligosaccharide)
  • Malzzucker (Maltose)
  • Milchzucker (Laktose)
  • Sirup (Melasse)
  • Traubenzucker (Glukose, Dextrose, ein Monosaccharid)


Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt (E 953), Lactit (E 966), Maltit (E 965), Mannit (E 421), Sorbit (E 420), Xylit (E 967) - nicht zu verwechseln mit Süßstoffen - haben zum Teil weniger Kalorien als Zucker und sind zahnfreundlicher. Bei hoher Dosierung können sie Durchfall verursachen und entwässern.



Produktkennzeichnung Diät, light, kalorienreduziert und kalorienarm


Diät: "Diät" heißt nicht automatisch kalorienreduziert, sondern steht für den Austausch von Zucker in Zuckeraustauschstoffe.


Light: Nicht überall wo "light" drauf steht, ist auch automatisch Zucker durch Süßstoff ersetzt. Auch handelt es sich nicht unbedingt um eine Auskunft über eine mögliche Kalorienreduzierung des Produktes. Prüfen Sie die Zutatenliste und Herstellerangaben.


Kalorienreduziert: Diese Produkte enthalten 40 Prozent weniger Energie als vergleichbare Produkte im Normalkalorienbereich.


Kalorienarm: Lebensmittel, die nicht mehr als 50 Kalorien in 100 Gramm enthalten oder Getränke, die maximal 20 Kalorien pro 100 Gramm enthalten.




Zu Zucker und Zuckeraustauschstoffen gibt es die zähneschonende, kalorienlose und den Blutzucker nicht beeinflussende Alternative der Zuckerersatzstoffe. Vielleicht verführt Sie für Ihr Weihnachtsgebäck unser Artikel Zuckerersatzstoffe - die süße Alternative .



Auch auf unserer Seite Diabetes finden Sie weitere Informationen zum Thema Zuckeraustauschstoffe.



MGO Rowena Grell